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Donnerstag, 27. Januar 2022

Schnelles Ofengemüse

Keine Zeit? Nix im Haus? Na, irgendwas geht doch immer mal auf die Schnelle. Kartoffeln und eine nicht mehr ganz so sexy Paprika habe ich noch gefunden und ich brauche heute definitiv etwas Warmes.

  • Kartoffeln 
  • Paprika
  • Oliven
  • Zwiebeln
  • Knofi
  • und was auch immer sonst noch so weg müsste (z.B. Zucchini, Champignons, Schafskäse, Auberginen etc.)
  • Olivenöl
  • Sesam
  • Chili-Flocken
  • Salz, geräuchertes Paprikapulver

Ich schneide Kartoffeln und die Paprika in mundgerechte Stücke und gebe noch eine Zwiebel in Achteln, 1-2 Knofi-Zehen und ein paar Oliven dazu. Alles in Olivenöl in einer Schüssel schwenken, so dass sich das Öl gut verteilen kann. Dann gebe ich Sesam, Chiliflocken, Salz, geräuchertes Paprikapulver dazu und schwenke erneut. Alles zusammen ab auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und bei 200 Grad 30-45 min backen. Dazu passt Kräuterquark oder jeder andere Dip.

Lasst es Euch schmecken!



Dienstag, 20. Januar 2015

Schweinefutter!

Schweinefutter kann soooo lecker sein!

Früher haben die Bauern ihren Schweinen die Steckrüben vor die süßen Steckdosen-Schnäuzchen geworfen, die sich grunzend und laut schmatzend darüber hermachten. Und heute? Heute ist das immer noch so, aber ich hab ein paar der schrumpeligen Rübchen für uns abgezwackt und sie zu einem herrlich goldgelben, butterwarmen Kartoffel-Rüben-Brei verarbeitet.

Einfach Kartoffeln und Rüben schälen und beide gleichzeitig von Ruby im Salzwasserdampf garen lassen. Dann im Topf noch etwas ausdämpfen lassen, Milch dazu, Butterflöckchen darüber, alles schön mit dem Stampfer zerdrücken und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Beim Schlachter hat sich heute eine Scheibe Kassler zur Mitnahme überreden lassen und im Kühlschrank fand sich noch eine dunkelgrün glänzende Gurke - und schon war der uselige, windige Winterabend gerettet.


Montag, 20. Mai 2013

Batate a la plancha

Ganz am Anfang hatte ich ja geschrieben, dass ich sehr gern auch mal in die internationale Küche schiele. Gestern - nach einem ausgiebigen Gartentag mit Umpflanzaktionen, Buschausgrabungen und Löwenzahnrodungen - packte uns die Grilllust. Da wir kein Fleisch und keine Bratwurst im Haus hatten, wurde es ein Veggie-Grillen mit Batate und Chorizo.

Es gab eine Gemüsepfanne aus roter, grüner und gelber Paprika, Zwiebeln und Champignons. Gegrillt in einer Grillpfanne und gewürzt mit einem Öl aus Olivenöl, Knoblauch, Meersalz und Chiliflocken. Und da wir noch Süsskartoffeln aus der letzten Biokiste übrig hatten, habe ich diese einfach in Scheiben geschnitten und ebenfalls mit dem Öl bepinselt. Und diese Süsskartoffelscheiben waren erstens ein echter Augenschmaus und zweitens genial lecker. Wir hatten noch ein wenig Chorizo übrig, die gesellte sich zu den Batate und war als kleine Fleischeinlage sehr willkommen. Aber Gemüse allein reicht eigentlich vollkommen, nur muss es vernünftig gewürzt sein, dann vermisst man auch das Fleisch nicht. Und zum Reißen gibts ja immer noch Brot dazu. Ausserdem haben wir bei der Gelegenheit unsere Kochbücher mal nach Gemüse-Grill-Rezepten durchforstet - und davon werde ich in den folgenden Monaten berichten - vorausgesetzt, das Wetter macht mit.

Bilder folgen, gestern war ich zu faul, die Kamera hervorzuholen... Euch und uns einen hoffentlich angenehm warmen Grillsommer!

Samstag, 2. März 2013

Sommerlicher Kartoffelsalat

Sommer! Ja, ist doch so... nach diesem Winter of Darkness kam heute endlich die Sonne raus. Und zwar ganz und gar, mit einem Himmel so blau wie... na, wie Himmel halt. Keine Wolke, kein Lüftchen. Gut, es lag noch Schnee, aber wen interessiert's?

Wir jedenfalls haben den Nachmittag auf der Terrasse verbracht. Dick in zwei Decken gemummelt saßen wir rentnergleich auf unserer Bank, schlürften Kaffee und ließen uns von der Sonne wärmen. Die schützende Hauswand tat ihr Übriges... ach, war das mal wieder schön. Kleine gelbe Winterlinge lugten aus dem ollen Laub der Stauden hervor, die Vögel machten einen Mordslärm und in der Straße waren endlich mal wieder Menschen zu sehen. Das alles lässt auf mehr hoffen....

Die Zwiebel genießt die Mittagssonne...

Und dazu passend habe ich kurzerhand einen schnellen Sommerkartoffelsalat gezaubert. Festkochende Kartoffeln schälen und in dicke Scheiben schneiden. In Gemüsebrühe gar kochen und in eine Schüssel umfüllen. Währenddessen eine rote Zwiebel in Würfel schneiden und in Olivenöl glasig schwitzen. Dazu 2 EL Rotweinessig, Salz, Pfeffer, ein bißchen von der Gemüsebrühe geben und alles ein wenig einkochen lassen. Den Sud über die Kartoffeln geben und ein paar Stunden durchziehen lassen. Zum Schluss noch Schnittlauch und eine geschälte, in Scheiben geschnittene und von den wässrigen Kernen befreite Salatgurke reiben und zum Salat geben. Auch lecker: ein bisi Senf in den Sud rühren.



Dazu gab es heute mal gebratenen Heilbutt. Echt lecker, sagt Mr. H., mein Fischkopp.


Sonntag, 10. Februar 2013

Mediterranes Grillgemüse mit Kartoffel-Knoblauch-Stampf

Jetzt aber - Sonne in den Topf! Das Wetter war heute nun doch endlich mal blau, und die Sonne wärmte sogar schon ein wenig. Da muss man doch gleich reagieren und die Sonne hinter den Herd holen!



4 Kartoffeln schälen und mit drei Knoblauchzehen und Salzwasser aufkochen (Ruby, my love....). Eine rote Paprika (wie die von gestern: rot, prall, saftig, sexy), zwei Bund Frühlingszwiebeln und 6 grosse Bio-Champignons (genauso sexy wie die Paprika!) putzen und in eine Auflaufform legen. Mit Olivenöl beträufeln und mit Meersalz und Chiliflocken würzen. Ein Zweig Rosmarin und ein paar schwarze Oliven runden das Ganze ab. Und nun hinein in den auf 220 Grad vorgeheizten Ofen auf die untere Schiene.

Grandios!


Wenn die Kartoffeln gar sind, das Gemüse im Ofen auf eine der oberen Schienen verfrachten, den Backofengrill anschalten, vorher nochmal umrühren und dann grillen. Die Kartoffeln und die Knoblauchzehen mit Olivenöl locker zerstampfen und mit etwas Meersalz würzen.


Sonnenbrille auf und geniessen! Euch eine schöne und hoffentlich sonnige Woche.

Donnerstag, 3. Januar 2013

Focaccia oder Pizzaboden!

Nix geht über nen fluffigen Pizzaboden? Doch, eine fluffige Focaccia! Diese hier ist blitzschnell mit Hilfe von Ruby gezaubert.

250 g Mehl mit einem TL Salz vermischen. Einen halben Würfel Hefe in 150 ml lauwarmem Wasser und einer Prise Zucker auflösen und zum Mehl geben. Ruby zaubert daraus in 5 min einen geschmeidigen Pizzateig, der nun an einem warmen Ort (in der Schüssel mit einem Geschirrtuch zugedeckt im Backofen bei 60 Grad) 35 min aufgehen soll. Tut er auch. Dann nehme ich die kleine Pizzarolle und forme aus ihm eine ovale Pizza. Wieder ab in den warmen Ofen für 10 min. Pizza wieder rausnehmen und dem Ofen richtig einheizen - 250 Grad. Währenddessen die Focaccia mit Meersalz, grobem Pfeffer und Rosmarinnadeln bestreuen und mit Olivenöl beträufeln. Wenn der Ofen richtig heiss ist, die Focaccia auf der untersten Einschubleiste 12 min backen und dann noch einmal auf der obersten Stufe für 3 min bräunen lassen. Nicht zu dunkel werden lassen, sonst wird sie nicht fluffig. Meine war grad so an der Grenze.



Unbedingt warm geniessen. Und macht mal die Paprika Zucchini Salsa oder die eingelegten Paprika dazu. Und dann schlagt Euch drum!

Sonntag, 9. Dezember 2012

Kartoffelsalat

Kartoffelsalat geht ja auch immer. Weihnachten für Faule, Grillparty, Party ohne Grill, Nachbarsfest, Neujahrsmorgen, Silvester, im Vorbeigehen.... nur schmecken muss er. Dieser hier ist zwar mit Mayo, die wird aber selbst gemacht - diese Version ist also eher was für die kühlen Jahreszeiten. Ich hab noch ein anderes Lieblingsrezept mit Gurken und Brühe - das ist dann im Sommer wieder mal dran.


1,5 kg Pellkartoffeln 20 Min. in kochendem Salzwasser garen, ich gebe immer noch eine Hand voll Kümmel dazu. Dadurch bekommen die Kartoffeln einen süßlichen Geschmack. Eine Zwiebel fein würfeln und in 3 EL Olivenöl glasig dünsten. 150 ml Gemüsebrühe und 2 EL Weissweinessig dazu geben, erhitzen und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Kartoffeln pellen und in Scheiben schneiden. Die Essigmarinade darüber verteilen, vorsichtig mischen und mind. 1 Std. ziehen lassen.

150 ml Sonnenblumenöl mit einem Ei, 1 TL Senf und einer Prise Salz in ein schmales, hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab zu einer Mayonnaise mixen. Dabei den Pürierstab langsam von unten nach oben ziehen. Geht ganz einfach und man kann sich das langsame Öl-Einträufeln sparen. Die so entstandene Mayo evtl. noch etwas nachsalzen und mit 1 EL saure Sahne und 3 EL Gewürzgurkensud  gut verrühren. Ein Bund Radieschen und 4 Gewürzgurken in dünne Scheiben schneiden - lecker sind auch die süßen Gurkenviertel. Die Mayo über die Kartoffeln geben, Radieschen und Gurken dazu, mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Schluss noch die  Kresse mit der Schere einfach vom Beet runterschneiden und über den Salat streuen.



 Dazu passen Buletten, Koteletts, Bratfisch, Brathering, Bratwurst, Schweinebraten, Würstchen, Spiegeleier... und ausserdem ist es immer besser, man hat einen Löffel dabei, wenn man an der Schüssel vorbeigeht.

Sonntag, 2. Dezember 2012

Mr. H.'s Kartoffelbrei

Selbstgemachter Kartoffelbrei ist für mich Seelenwärmer durch und durch. Mr. H. kocht ja nicht oft, aber er ist ohne Frage DER Kartoffelbrei-Gott! Und es gibt fast nichts Schöneres, als im kuscheligen Wohnzimmer im Lesesessel unter der warmen Decke mit dem im kalten Wind glitzernden Tannenbäumchen im Garten hinter mir langsam den wunderbaren Duft von Kartoffeln, warmer Milch und flüssiger Butter zu geniessen. Da kriecht dann ein wohlig-warmes Gefühl in mir hoch und ich geniesse es in vollen Zügen, so liebevoll betüddelt zu werden.

Mr. H. schält die mehlig oder vorwiegend festkochenden Kartoffeln, würfelt sie und kocht sie in gut gesalzenem Wasser so ungefähr 20 min. Dann gießt er das Wasser ab und stellt den Topf nochmal auf den Herd, um die Kartoffeln ausdampfen zu lassen. Zu den fast nicht mehr dampfenden Kartoffeln gesellt sich dann ein guter Schuß Milch und dann wird gestampft. Ein Stückchen kalte Butter kommt noch mit hinein und es wird weiter gestampft, hier noch ein wenig Milch, da noch ein wenig Butter, und immer schön weiterstampfen und rühren, damit alles auch schön locker und luftig wird. Eine Prise Pfeffer, ein ganz klein wenig Muskatnuss (Mr. H. weiß, dass ich es eigentlich nicht mag - daher ist er liebevoll zurückhaltend). Vielleicht noch ein klein wenig Salz? Ach nein, es ist PERFEKT.

Ein wenig Milch....
... ein kleines Stückchen Butter...

... stampfen....

... würzen...


...Nebenschauplatz errichten.

Dazu gibt es dann eine Bratwurst, oder Fischstäbchen, oder einfach ein Spiegelei. Und natürlich einen Gurkensalat, den zaubere ich dann noch schnell dazu. Gurke schälen, in Scheiben reiben, bisi Salz, Pfeffer, Zucker, Zitronensaft - fertig.

Und wenn man dann eigentlich schon satt und sehr zufrieden ist, gibt es nichts Göttlicheres als ein wenig lauwarmen Kartoffelbrei mit einem Löffel Gurkenlalalat zu vermengen. Das passt immer noch rein - Dessert gibts eh keins. Ich liebe solche Abende. Danke, Mr. H.!

Freitag, 23. November 2012

Rotkohl

Rotkohl aus dem Glas oder aus der Dose? Ne, das geht gar nicht. Bei mir wird er immer frisch gemacht und da er aufgewärmt - wie jeder andere Kohl auch - gleich nochmal so gut schmeckt, mache ich auch hier immer gleich eine Einfrierportion mehr. Nix is so heilsam gegen November-Blues wie selbstgemachter Kartoffelbrei mit aufgewärmten Rotkohl.

Die äusseren Blätter eines Rotkohls entfernen, den Kohl halbieren, den Strunk rausschneiden. Den Kohl in schmale Streifen schneiden, das geht am besten mit einem großen Küchenmesser. Vergesst also einfach die Hobelei. 1,5 Zwiebeln würfeln, eine halbe Zwiebel mit 4 Nelken und 2 Lorbeerblättern spicken, einen Apfel schälen, entkernen und in dünne Streifen schneiden.




4 EL Gänseschmalz (es geht auch Zwiebelschmalz) in einem hohen Topf erhitzen und die Zwiebelwürfel darin andünsten. Den Kohl, die Apfelscheiben, 1-2 EL Zucker dazugeben. Dann die Gewürzzwiebel dazulegen, mit Salz, Pfeffer und 3 EL Essig würzen und 300 ml Wasser angiessen. Zugedeckt bei milder Hitze 45-60 min schmoren. Am Schluss noch die Zwiebel herausklauben, 1-2 EL Preisselbeeren oder Johannisbeergelee hineinmischen und abschmecken.