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Sonntag, 14. Dezember 2014

Pistazien-Pesto

War Euch schon mal langweilig? Samstag nachmittag, olles Wetter, Fernseher läuft im Hintergrund (im Vordergrund lässt sich das Programm auch kaum aushalten) und das einzige, was es zu knabbern gäbe, wäre eine Tüte fisselige Pistazien aus dem letzten Türkei-Urlaub. Da nun aber das Frühstück noch nicht so lang her ist, der Magen also noch mit dem Honigbrötchen schäkert, mir aber so langweilig ist, nehme ich kurzerhand die Pistazien und pule zwei Stunden lang daran herum, bis alle grüngoldigen Kerne von den Schalen befreit sind. Und nun?





Wenn man in den Schalen rumwuselt, hört sich das schön an. Da könnte sich noch etwas draus machen lassen. Nur was? Erst mal beiseite packen. In den Müll können sie immer noch, wenn mir so gar nichts einfällt.



Das salzig-grüne Innere jedoch kommt zusammen mit gerösteten Pinienkernen, frischem Basilikum und Petersilie, einer dicken Knofi-Zehe und türkischem Olivenöl in die rührige Ruby. Salz, Pfeffer, Chiliflocken, eine Prise Zucker - und fertig ist noch ein kleines Weihnachtsgeschenk für die "Ach....die hab ich ja ganz vergessen"-Menschen.  Spaghetti und Parmesan dazu kann sich ja jeder selbst kaufen.


Donnerstag, 3. Januar 2013

Focaccia oder Pizzaboden!

Nix geht über nen fluffigen Pizzaboden? Doch, eine fluffige Focaccia! Diese hier ist blitzschnell mit Hilfe von Ruby gezaubert.

250 g Mehl mit einem TL Salz vermischen. Einen halben Würfel Hefe in 150 ml lauwarmem Wasser und einer Prise Zucker auflösen und zum Mehl geben. Ruby zaubert daraus in 5 min einen geschmeidigen Pizzateig, der nun an einem warmen Ort (in der Schüssel mit einem Geschirrtuch zugedeckt im Backofen bei 60 Grad) 35 min aufgehen soll. Tut er auch. Dann nehme ich die kleine Pizzarolle und forme aus ihm eine ovale Pizza. Wieder ab in den warmen Ofen für 10 min. Pizza wieder rausnehmen und dem Ofen richtig einheizen - 250 Grad. Währenddessen die Focaccia mit Meersalz, grobem Pfeffer und Rosmarinnadeln bestreuen und mit Olivenöl beträufeln. Wenn der Ofen richtig heiss ist, die Focaccia auf der untersten Einschubleiste 12 min backen und dann noch einmal auf der obersten Stufe für 3 min bräunen lassen. Nicht zu dunkel werden lassen, sonst wird sie nicht fluffig. Meine war grad so an der Grenze.



Unbedingt warm geniessen. Und macht mal die Paprika Zucchini Salsa oder die eingelegten Paprika dazu. Und dann schlagt Euch drum!

Sonntag, 23. Dezember 2012

Mousse au Chocolat

Mmmmhhhh, Weihnachten ist greifbar nahe und ich darf..... ich darf.... ich darf.... Mousse au Chocolat machen! Naja, nicht ich, sondern Ruby, wenn man's genau nimmt. Wird ja auch mal wieder Zeit!
 
 200 g Blockschokolade werden in grobe Stücke gebrochen. Ruby pulverisiert sie innerhalb 15 sec im Turbogang. Danach folgen 4 Eier, ein wenig Abrieb einer unbehandelten Bio-Orange und zwei Esslöffel eines starken Mokka-Gebräus. Dies alles wird 5 min bei Stufe 3 und 50 Grad gerührt. Ich gebe noch 50 g weiche Butter durch die Öffnung und lasse auf Stufe 3 alles 10 sec miteinander verrühren. Alles in eine Schüssel giessen und ab in den Kühlschrank damit.



Dann muss Ruby erstmal sich selbst spülen, bevor ich 2,5 Messbecher Sahne in ihr zu Butter schlage. Ja, da muss Mrs. B. ja dann doch mal über sich selbst lachen. Ruby kann das sicherlich, aber ich weiss noch nicht wie. Ergo: einen Becher Sahne ganz normal mit dem Handrührer aufschlagen und unter die Creme heben. Ab damit wieder in den Kühlschrank bis morgen. Dann ist alles schön fest und es kommen noch Orangenfilets hinzu. 





Sonntag, 18. November 2012

Chilisenf

Für Menschen, die gern Schärfe reinbringen, hab ich einen Chili-Senf probiert. Er muss jetzt noch reifen, ich melde mich wieder, wenn er gekostet wurde. Ich hoffe, ich muss dann nicht literweise Milch trinken....

50g Senfkörner in der Ruby 15 sec mit dem Turbo pulverisieren und beiseite stellen. Zusammen mit 50g braunem Zucker und 50 ml Wasser und 50 ml Weinessig und einer ordentlichen Prise Chili-Flocken 5min bei 80°C auf Stufe 5 laufen lassen. Ich geb am Ende bei Bedarf noch etwas Essig oder Wasser dazu, je nachdem, wie dickflüssig das ganze ist.







In Gläsern abgefüllt läßt man ihn 2-3 Wochen reifen, dann hält sich der Senf so ca. 3 Monate.

Feigensenf

Ich hab mich mal nach neuen Ruby-Rezepten umgetan und bin dabei auf einen Feigensenf gestoßen.

100 g Senfkörner in der Ruby 15 sec mit dem Turbo pulverisieren und beiseite stellen. Von 6 frischen Feigen den Stiel und den Blütenansatz entfernen und das Fruchtfleisch in Stücke schneiden. Zusammen mit 100 g braunem Zucker in der Ruby 5 min bei 100°C auf Stufe 2 ohne den Messbecher verarbeiten. Etwas abkühlen lassen, dann das Senfmehl und 100 g roten Balsamico dazugeben. 5 min bei 80°C auf Stufe 5 (jetzt wieder mit Messbecher) laufen lassen. Ich geb am Ende bei Bedarf noch etwas Essig oder Wasser dazu, je nachdem, wie dickflüssig das ganze ist.






In Gläsern abgefüllt läßt man ihn 2-3 Wochen reifen, dann hält sich der Senf so ca. 3 Monate.

Tipp: Schmeckt saugut zu kräftigem Bergkäse!

Sonntag, 11. November 2012

Lauchtorte

Lauch ist ein tolles Wintergemüse. Und nachdem wir heute im Garten den Rasen vom Laub befreit und draußen noch ein wenig mit den Nachbarn geschwatzt haben, war's dann auch wieder mal kalt um den Ellbogen. Da kommt die Idee mit der Lauchtorte gerade richtig. Sie ist einfach, schnell und lecker. Toll dazu ist ein knackiger grüner Salat mit einem typisch norddeutschen süsslichen Joghurt-Dressing. Dafür einfach etwas Joghurt, Zucker und Zitronensaft verrühren und kurz vorm Essen über den Kopfsalat geben. Nicht zu früh, sonst fällt der Salat zusammen. Der Salat dazu ist lecker und von der Torte bleibt noch was für morgen übrig.



Für die Füllung 500 g Lauch putzen, waschen und in Ringe schneiden. Salzwasser aufkochen und den Lauch 5 min kochen lassen. In einem Sieb abtropfen und erkalten lassen.



100 g durchwachsenen Speck in dünne Streifen schneiden, braten und auskühlen lassen. 150 g gekochten Schinken würfeln und zum Speck geben. Dann 3 Eier in einem Becher mit 125 g saurer Sahne, Salz, Pfeffer und Muskatnuß verschlagen.




Für den Teig 125 g Mehl mit 1/2 TL Backpulver mischen und in die Mitte eine Mulde drücken. Salz, Senfpulver, 1 TL Kräuter der Provence und 100 g geriebenen Greyerzer hineingeben. 1 Zwiebel reiben und mit einem Ei und 2 EL Milch in die Mulde geben. 35 g Butter oder Margarine in Flöckchen auf dem Mehlrand verteilen und von aussen nach innen schnell zu einem glatten Teig verkneten.







Aufgepasst: wer eine Ruby hat, schmeisst alle Zutaten hinein und läßt in Windeseile mit der Brotknetfunktion einen Teig erstellen. Dauert 45 sec., klebt ein wenig - ist mir aber egal, Ruby spült ja selbst. Das Senfpulver hat sie übrigens auch selbst gemacht: einfach ein paar Senfkörner 15 sec mit dem Turbo mißhandeln...



Dann eine Springform (26 cm) einfetten, den Teig reingeben, gleichmässig auf dem Boden verteilen und einen hohen Rand formen. Den kalten Lauch mit Speck und Schinken mischen und auf dem Teigboden verteilen. Die Eier-Sahne-Masse darüber gießen und bei 200°C auf der unteren Schiene 45 min backen, 10 min abkühlen lassen und noch warm auf den Tisch bringen.




Tipp: lasst hier die Finger von der Umluft. Die macht die Torte dröge (trocken auf norddeutsch). Dat is een gouten Eten!

Und während Ruby spült, genießen wir. Euch nen schönen Abend!


Samstag, 15. September 2012

Der Küchenderwisch "Ruby"



Küchenmaschinen waren mir ja irgendwie immer suspekt. Sie nehmen meistens viel zu viel wichtigen Schnippel- und Vorbereitungsplatz in Anspruch, machen Lärm und sind doof zu reinigen. Dieses ewige Abspülen, wenn man mehrere Dinge nacheinander zu rühren oder sonstwie zu bewerkeln hat. Und dann können die Dinger immer nur wenige Schritte in der Küche ersetzen - also irgendwie war das in meinen Augen immer rausgeschmissenes Geld und landete über kurz oder lang auf dem Schrott oder wurde wieder feil geboten.


Aber ich habe mich belehren lassen. Es gibt tatsächlich eine Höllenmaschine, die was taugt. Sie kann rühren, kneten, pulverisieren, schlagen, mahlen, dämpfen, kochen und reinigt sich zwischendurch sogar von allein. Sie hat nur zwei entscheidende Nachteile - sie kann das alles nicht geräuschlos und sie kostet teuer...


Aber ich habe sie lieben gelernt. Und weil das so ist, musste ich sie taufen - eigentlich sollte sie Mrs. Brigdes heißen, weil sie unter lautem Gezeter so leckere Sachen zaubern kann. Durchgesetzt hat sich dann aber doch der Name "Ruby" - denn sie ist nicht die Schönste und spülen muss sie auch allein. Böse Zungen behaupten, dass der andere Name ja auch schon an mich vergeben war, wegen des Gezeters.... was liegt also näher, als meinem geliebten W. den "Mr. Hudson" zu verpassen.


Wenn Ihr also das eine oder andere Rezept unter der Rubrik "Ruby" findet, so solltet Ihr auch so ein Höllending besitzen: TM 21 oder TM 31 oder TM6 oder was auch immer danach noch kommen mag.