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Samstag, 8. Dezember 2012

Orangensirup

Samstags ist für uns immer das Einkaufswunder. Nicht, weil wir so gern einkaufen, sondern weil wir am Samstag Zeit haben, die Läden auf dem Land abzuklappern. Da gibt's dann den Schlachter und den 5-Sterne-Bäcker drei Dörfer weiter, auf die wir uns schon die ganze Woche freuen. Der Weg dorthin führt über eine enge Straße vorbei an einem kleinen Wäldchen, einem gurgelnden kleinen Bach.... einfach idyllisch, zu allen Jahreszeiten. Im Sommer ist dort alles voll mit wunderschönen Doldenblütlern, meterhoch - die sind natürlich auch im Herbst wunderschön anzusehen, wenn auch das Wäldchen in allen Farben leuchtet. Jetzt im Winter strahlt die Landschaft hier allgemein eine Ruhe aus, die man in der hektischen Vorweihnachtszeit zwischen all dem Stadtrummel, den Lichtermeeren und der Dauerbeschallung eher selten genießen kann. Samstags morgens bei klirrender Kälte auf dem Weg zum Dorfbäcker - da kann man sie erleben. Und auf dem Rückweg duftet das Auto nach frischen Brötchen und den Koteletts, die es morgen zum Kartoffelsalat geben soll. Naja, ein bißchen geräucherte Leberwurst kann man auch entdecken...


Pünktlich zu Weihnachten gibt es natürlich auch wieder überall saftige Apfelsinen. Man kann wunderbare Sachen damit machen. Aushöhlen, kleine Fenster hineinschnitzen, Zimtstangen als Fensterkreuz einspannen, den Deckel abschneiden und den Rand mit Nelken spicken, damit es so aussieht wie Zinnen, eine Kerze reinstellen und sich den Weihnachtsduft um die Nase wehen lassen.



Oder man presst den Saft aus ihnen (für einen Liter braucht man ca. 10-15 Stück), schüttet ihn durch ein Sieb in einen Kochtopf, gibt auf die gleiche Weise noch den Saft von zwei Zitronen hinzu, und lässt alles mit 300 g Zucker und einer aufgeschnittenen Vanilleschote einmal ordentlich aufkochen. Danach einfach ca. 30 min bei mittlerer Hitze zu Sirup einkochen lassen, die Schote wieder entfernen und alles in hübsche Flaschen abfüllen. Schmeckt wunderbar und passt zu vielen unvernünftigen Dingen wie Eis, Eierkuchen, Obstsalat, Prosecco.... ach, da fällt Euch bestimmt noch viel viel mehr ein. Mal wieder eine tolle Idee vom Team Mälzer... ob der samstags auch einen so schönen Einkaufsweg hat?


 

Sonntag, 25. November 2012

Mandelsplitter

Meine Mutter hat diese Mandelhäufchen geliebt! Immer wenn sie in der Stadt war oder aber in Hahnenklee beim Schokoladenladenmann vorbei kam, mussten unbedingt diese Mandelsplitter gekauft werden. Und die hat sie dann ganz langsam auf der Zunge zergehen lassen und zum Schluss die Mandeln aufgeknuspert. Und sie hatte dabei immer ein Lächeln auf den Lippen.



Viele Jahre später habe ich durch Zufall herausgefunden, wie man die Dinger macht. Und dann gab's die natürlich immer als Geschenk zu Weihnachten. War immer wieder schön, sie lächeln zu sehen...

300 g dunkle Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. 400 g Mandelstifte in einer beschichteten Pfanne ohne Fett rösten - unbedingt dabei bleiben und immer mal wieder rühren. Die Dinger sind ewig lang unbeeindruckt von der Hitze und dann geht alles ganz schnell und verbrennt.


Die abgekühlten Mandeln in die Schokolade geben, gut verrühren und mit einem Teelöffel kleine Häufchen auf einer mit Backpapier ausgelegten Fläche (Backblech oder Brett oder ähnliches) über Nacht trocknen lassen. Ich nehme übrigens lieber Vollmilchkuvertüre - aber meiner Mutter wäre das "viiiiel ze sieß" gewesen.


 

Schoko Knusperhügel

Weihnachtsbäckerei geht übrigens auch ganz ohne Ofen! Und diese Hügelchen lassen sich außerdem wunderbar verschenken.

200 g Vollmilchkuvertüre im Wasserbad schmelzen. 300 g Cornflakes leicht zwischen den Händen zerbröseln und mit 2-3 EL Kokosflocken mischen. Diese Mischung in die weiche Kuvertüre geben und gründlich umrühren, damit alles mit Schokolade überzogen ist. Vielleicht einfach noch ein paar Cornflakes dazugeben, wenn man Lust hat. Mit einem Teelöffel kleine Häufchen formen und auf einer mit Backpapier ausgelegten Fläche über Nacht trocknen lassen.



Das schmeckt übrigens auch genial mit weisser Kuvertüre. Und wer die Kokosflocken nicht so mag, läßt sie einfach weg. Man kann natürlich auch jede Art von Cornflakes verwenden - die mit Erdnüssen und Honig sind auch nicht zu verachten.

Sonntag, 18. November 2012

Haselnuss-Karamell-Würfel

Schon wieder Tim Mälzer. Kein Wunder, ich bin echt begeistert. Die Sachen treffen genau meinen Geschmack und ich könnte ihm stundenlang beim Kochen zusehen und zuhören. Nicht lang schnacken, machen. Sehe ich auch so.


150 g Hasennusskerne auf ein Blech geben und 10 min bei 180 Grad im Ofen rösten. Die Nüsse noch warm auf ein Geschirrtuch geben und hin-und herrubbeln, damit ein Großteil der Schalen sich löst. Abkühlen lassen und Ruby übernimmt das Hacken....



250 Sahnekaramellbonbons (Toffee) grob hacken, 350 g weiche Butter180 g Zucker, 1,5 TL Salz, 600 g Mehl und ein Ei von Ruby zum Teig verkneten lassen - dabei das Mehl nach und nach zugeben, sonst schafft Ruby die Menge nicht. Dann die Nüsse und das Karamell kurz unterkneten, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und mit den Händen zu einem Rechteck (ca. 30 x 35 cm) formen. 30 min kalt stellen. 


Danach im heißen Ofen bei 200 Grad im unteren Drittel ca. 30 min backen. Den noch heißen Teig mit 40 g Zucker bestreuen und 15 min abkühlen lassen. Dann mit einem scharfen Messer in 3 x 3 cm große Würfel schneiden.  

Die Dinger lassen die Engel singen...



Marzipanecken

Und mal wieder musste ein Tim Mälzer Rezept ausprobiert werden. Und natürlich ist es wieder saulecker und erlebt mit ziemlicher Sicherheit Weihnachten nicht...

200 g weiche Butter, 100 g Zucker, 1 Prise Salz und den Abrieb einer Biozitrone mit Knethaken verrühren. 2 Eigelbe hinzurühren und 300 g Mehl unterkneten. Dann den Teig in Folie einpacken und für eine Stunde im Kühlschrank verschwinden lassen.



In der Zwischenzeit 200 g Marzipanrohmasse grob raspeln und mit 8 EL Milch in einem Topf erwärmen - dabei mit dem Schneebesen verrühren. Diese Masse in eine Rührschüssel geben. 100 g gehackte Mandeln in einer beschichteten Pfanne ohne Fett rösten und auf einem Teller abkühlen lassen. Während dessen 100 g Softaprikosen klein hacken. 





Den Teig auf einem Backblech (auf Backpapier) ausrollen, mit der Gabel mehrfach einstechen und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad auf der untersten Schiene 20-25 min goldgelb backen.

 
Die Eiweiße mit einer Prise Salz und 2 TL Zitronensaft steif schlagen und 60 g Zucker einrieseln lassen, dabei für eine Minute weiterschlagen. Den Eischnee, die Aprikosen und die Mandeln zu der Marzipanmasse geben und auf den vorgebackenen Boden verstreichen. Das Ganze dann noch einmal für 20-25 min weiterbacken. 





In Streifen schneiden (4x3 cm Größe) und mit Puderzucker bestreuen. Achtung, Suchtgefahr!



Liegnitzer Bömbchen

Leute nerven, kalt isses, dunkel isses, überall schlechte Laune - wir haben November und Weihnachten rückt immer näher. Also: schöne Musik an und ab in die Küche, neue Kekse ausprobieren. Wir haben uns in diesem Jahr so einiges vorgenommen und fangen damit jetzt schon an, damit wir die Vorweihnachtszeit dann auch geniessen können. Sollen sich doch die anderen stressen...

Als erstes lachten mich die Liegnitzer Bömbchen an. Lecker Lebkuchenteig mit fruchtiger Füllung und Schoko-Überzug... mmmhhh.


100 g Honig, 80 g Zuckerrübensirup, 3 EL Vollrohrzucker und 4 EL Wasser unter Rühren aufkochen lassen und danach auskühlen lassen. Den Sirup dann in eine Schüssel geben und mit einem Ei und 30 g weicher Butter mit den Knethaken verrühren. Dann eine Messerspitze Natron, 10 g Lebkuchengewürz und 200 g Mehl gut vermischen und unter den Sirup geben. 

100 g getrocknete Aprikosen (die softigen) und 50 g kandierten Ingwer klein würfeln. Kleine Muffinförmchen in die 24er Form verteilen und in jedes Förmchen einen TL Teig geben. Dann einen halben TL Füllung obenauf und darauf noch einmal einen TL Teig. Im vorgeheizten Backofen bei 190 Grad auf der mittleren Schiene für ca. 17 min backen.



Ganz zum Schluss werden die Bömbchen dann noch in 150 g aufgelöste Zartbitterkuvertüre getaucht und mit einem Silberperlchen verziert. Sind ein bisschen fest geworden, aber soooo lecker!