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Donnerstag, 27. Januar 2022

Schnelles Ofengemüse

Keine Zeit? Nix im Haus? Na, irgendwas geht doch immer mal auf die Schnelle. Kartoffeln und eine nicht mehr ganz so sexy Paprika habe ich noch gefunden und ich brauche heute definitiv etwas Warmes.

  • Kartoffeln 
  • Paprika
  • Oliven
  • Zwiebeln
  • Knofi
  • und was auch immer sonst noch so weg müsste (z.B. Zucchini, Champignons, Schafskäse, Auberginen etc.)
  • Olivenöl
  • Sesam
  • Chili-Flocken
  • Salz, geräuchertes Paprikapulver

Ich schneide Kartoffeln und die Paprika in mundgerechte Stücke und gebe noch eine Zwiebel in Achteln, 1-2 Knofi-Zehen und ein paar Oliven dazu. Alles in Olivenöl in einer Schüssel schwenken, so dass sich das Öl gut verteilen kann. Dann gebe ich Sesam, Chiliflocken, Salz, geräuchertes Paprikapulver dazu und schwenke erneut. Alles zusammen ab auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und bei 200 Grad 30-45 min backen. Dazu passt Kräuterquark oder jeder andere Dip.

Lasst es Euch schmecken!



Samstag, 24. Januar 2015

Tomatenwähe? Tomatenpizza? Tomatenkuchen!

Ich mag es sehr, wenn ich - ganz besonders an Wochenenden nach einem netten winterlichen Ausflug mit Mr. Hudson - ein Essen finde, dessen Zubereitung es zulässt, das zwei Menschen daran herumwerkeln. Und wenn es dann noch eine Zeit im Ofen verbringen muss, in der man das erste Glas Wein geniessen kann, ohne den Geschmack des Weines gleich mit dem des Essens zu vermengen, dann ist es ein gelungener Wochenendschmaus.

Heute gibt es einen Tomatenkuchen. Ein Quark-Öl-Teig ist mit Ruby schnell gemacht und muss 30 min im Kühlschrank auf seinen Auftritt warten. In dieser Zeit schneide ich 500 g Gemüsezwiebeln in Streifen und dünste sie an. Mit drei Knofi-Zehen, 3 EL Kräutern der Provence, Pfeffer und Salz lasse ich sie zugedeckt bei kleiner Hitze schmoren und schneide derweil 800 Gramm Tomaten in Scheiben.

Den Teig rolle ich auf einem Backblech aus (Backpapier nicht vergessen) und verteile die Zwiebeln darauf. Die Tomatenscheiben folgen und als Hingucker hüpfen einige schwarze Oliven hinzu. Gewürzt wird mit Salz, Pfeffer und einem sehr aromatischen Olivenöl. Und den Rotwein lass ich mir schmecken, während sich der Kuchen im Ofen selbst vollendet.

Mit ein paar Basilikumblättchen bestreut kommt er auf den Tisch. Knusprig, saftig, ein bisschen Italien und Frankreich... so ist auch der Januar erträglich. Und morgen wird sich in der Früh noch einmal umgedreht...

Donnerstag, 22. Januar 2015

Melanzane alla Parmigiano

Während unsere Landesregierung gerade darüber nachdenkt, zusätzliche Winterferien für Skibegeisterte einzuführen (...nicht Begeisterte nutzen die Zeit zum winterlichen Angrillen mit anschliessender grippaler Auszeit, mh? Und was ist eigentlich mit den Pilzesammlern? Unsere Kinder werden uns später vorwerfen, wir hätten ihnen etwas vorenthalten - STOP, zurück zum Thema...) geht in unserer Küche der Feriengedanke in Richtung Italien. Und da wir noch immer auf dem Veggie-Schlitten durch den warmen Winter schwingen, fehlt mal wieder die Fleischeinlage. Nein, auch kein Hühnchen...

1 kg Auberginen in 0,5 cm dünne Scheiben schneiden, mit Olivenöl (vorher mit 1-2 Msp Zimt verrühren) bestreichen und salzen. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech verteilen und bei 160 Grad Umluft 30 min im Ofen kuscheln lassen.

Während dessen vier Knofizehen und eine Chilischote fein hacken, in zwei EL Olivenöl kurz andünsten, mit dem Inhalt zweier kleiner Dosen gestückelter Tomaten ablöschen, salzen und 30 min bei mittlerer Hitze einköcheln lassen.

Nun braucht es noch eine Hand voll Basilikumblätter, ein bisschen getrocknetes Basilikum, 250 g in Scheiben geschnittenen Mozzarella, 100 g frisch geriebenen Parmesan. Schön schichten und bei 175 Grad nochmal für 30 min im Ofen backen.

Baguette, Wein, lecker Nachtisch, Abend gerettet.

Veggie...?

Was gibt denn das Gaumenkino heute so her? Der Kühlschrank verbirgt noch ein wenig Rosenkohl, nicht mehr taufrisch, aber noch brauchbar. Möhren, Lauch, Blumenkohl, Kartoffeln - daraus sollte sich ein Curry zaubern lassen...

Das in mundgerechte Stücke geschnippelte Grünzeug wandert zusammen mit einer gewürfelten Zwiebel und der obligatorischen Knofi-Zehe in die Pfanne, wird mit einem EL Currypulver knackig angebraten und mit einem halben Liter Gemüsebrühe abgelöscht.

Einen Becher Schmand mit einem EL Mehl verrührt noch hinzugeben (Chiliflocken nicht vergessen!) und 20 min vor sich hin köcheln lassen. Mit Salz abschmecken, nen Spritzer Zitrone dazu... fertig.


Fast... mir steht der Sinn nach Fleisch! Also schnell noch ein Pfund Thüringer Mett mit einer gewürfelten Zwiebel, einem Ei, einem TL Senf und ein paar Semmelbröseln verkneten, durch die übrigen Brösel wenden und braten.

Sorry, liebe Veggie-Welt, aber das musste heute einfach sein.
Euch einen frostigen Tag.

Sonntag, 30. November 2014

Orient im Advent




Draußen hat der Herbst jetzt im Advent nun doch endlich Einzug gehalten. Nasskaltes Wetter, im Morgengrauen hängen Nebelschwaden auf den Feldern, die Bäume sind beinah schon laublos.... Zeit also für Wärme für Seele und Magen.


Als wir vor ein paar Tagen Freunde besuchten, die es sich in der Nähe auf einem Gehöft - einsam zwischen zwei Ortschaften umrahmt von Wald und Feld - äußerst wohnlich gemacht haben, stieg mir der Duft von warmem Schafskäse, Tomaten und wärmenden Gewürzen in die Nase. Der Abend war sehr gemütlich, mit netten Gesprächen, ergrautem Hund, kuscheligem Schaffell, erdigem Rotwein und ruhiger Musik.

Da mir der Geruch nicht aus der Nase ging, musste ich heute kreativ werden. Was gab der Kühlschrank denn so her?

  • Champignons
  • Kartoffeln
  • Kirschtomaten
  • Zwiebeln
  • Knoblauch
  • Schafskäse (Glückes Geschick!)
  • Spitzpaprika

Das sollte reichen. Flugs alles in mundgerechte Stücke zerteilt, mit Sesam, Olivenöl, Chiliflocken und Meersalz gewürzt und ab bei 200° in den muckeligen Ofen. Ein Baguette ließ sich auch noch auftreiben und fertig war die kulinarische Wärmflasche. Muss es unbedingt bald wieder geben. Dann allerdings werde ich die Zutaten in Backpapier einwickeln, das ist dann noch ein wenig saftiger.






Schönen Tatort-Abend Euch allen.

Samstag, 26. Oktober 2013

Regen, Wind, Auflauf...


Kürbis, Lauch, Kolrabi, Kartoffeln, Möhren, Spitzkohl, Champignons - Wirsing ist auch super für einen saftigen Gemüseauflauf. Alle Gemüse in feine Scheiben schneiden (am besten mit dem Gemüsehobel), in eine gefettete Auflaufform schichten und mit einer cremigen Käse-Sahne-Sauce übergießen. Käse drüberstreuen, Butterflöckchen verteilen und 30 min in den vorgeheizten Backofen damit (Finger weg von Umluft, der Auflauf soll doch saftig werden!)


Die Sauce geht ganz einfach: 300 ml Milch erhitzen, 2 EL Mehl in zwei EL kalter Milch verrühren und zu der heißen Milch geben. Salz, Pfeffer, ein Fitzelchen Knoblauch dazu, geriebenen Käse darin schmelzen - das war es schon. Ich nehme Greyerzer, man kann aber auch variieren mit Gorgonzola, Parmesan, Gouda oder Emmentaler... je nach Belieben.



Dazu ein Rosé-Wein und der Regen ist egal...


Montag, 20. Mai 2013

Batate a la plancha

Ganz am Anfang hatte ich ja geschrieben, dass ich sehr gern auch mal in die internationale Küche schiele. Gestern - nach einem ausgiebigen Gartentag mit Umpflanzaktionen, Buschausgrabungen und Löwenzahnrodungen - packte uns die Grilllust. Da wir kein Fleisch und keine Bratwurst im Haus hatten, wurde es ein Veggie-Grillen mit Batate und Chorizo.

Es gab eine Gemüsepfanne aus roter, grüner und gelber Paprika, Zwiebeln und Champignons. Gegrillt in einer Grillpfanne und gewürzt mit einem Öl aus Olivenöl, Knoblauch, Meersalz und Chiliflocken. Und da wir noch Süsskartoffeln aus der letzten Biokiste übrig hatten, habe ich diese einfach in Scheiben geschnitten und ebenfalls mit dem Öl bepinselt. Und diese Süsskartoffelscheiben waren erstens ein echter Augenschmaus und zweitens genial lecker. Wir hatten noch ein wenig Chorizo übrig, die gesellte sich zu den Batate und war als kleine Fleischeinlage sehr willkommen. Aber Gemüse allein reicht eigentlich vollkommen, nur muss es vernünftig gewürzt sein, dann vermisst man auch das Fleisch nicht. Und zum Reißen gibts ja immer noch Brot dazu. Ausserdem haben wir bei der Gelegenheit unsere Kochbücher mal nach Gemüse-Grill-Rezepten durchforstet - und davon werde ich in den folgenden Monaten berichten - vorausgesetzt, das Wetter macht mit.

Bilder folgen, gestern war ich zu faul, die Kamera hervorzuholen... Euch und uns einen hoffentlich angenehm warmen Grillsommer!

Dienstag, 26. März 2013

Puntarelle - Schneller geht's nicht!

Na wird doch... blauer Himmel, Sonnenschein - gut, -5 Grad sind nicht wirklich Frühling, aber was soll's. Wir ignorieren die Temperatur und erfreuen uns an neuen spannenden Rezepten.

So zum Beispiel Puntarelle. Ein Gemüse aus Italien, das viele Bitterstoffe enthält und an Chicoree oder Radicchio erinnert. Wir haben es in unserer Biokiste gehabt und sind seit heute Wiederholungstäter.

Wenn es doch nur draussen auch schon so schön grün wäre...

Einen Kopf Puntarelle von den äusseren Blättern befreien und die inneren Stängel waschen und in mundgerechte Stücke zerteilen (der Rest ist natürlich auch geniessbar, allerdings auch recht hart). 2 EL Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl leicht anrösten und in einem Schälchen abkühlen lassen.

Das riecht soooo lecker...


500 g Spaghetti, Linguine oder Bandnudeln in Salzwasser bissfest kochen und während dessen 200 g Cherrytomaten vierteln, zwei Knofi-Zehen hacken und beiseite stellen.

Sünde...


Die Puntarelle in 2-3 EL Olivenöl bei mittlerer Hitze goldbraun braten, nach 2 min den Knoblauch dazugeben und kurz mitbraten. Dann die Tomaten hinzufügen und vorsichtig durchschwenken.



Die abgetropften Nudeln dazugeben, alles mit Salz und Pfeffer würzen, 150 g geriebenen Parmesan auf den Tisch und fertig ist ein oberleckeres Gericht - schnell, schneller, Puntarelle....


Samstag, 2. März 2013

Harzer mit Musi

Musste mal wieder schnell gehen heute. Früher gings dann zum Amerikaner, heute wird schnell selbst was gezaubert. Da weiss man, was man hat (nein, kein Waschmittel.)

Eine rote Zwiebel in Ringe schneiden, 70 ml Rotweinessig, 30 ml Wasser und 1 EL Sonnenblumenöl mischen und mit 1 TL Zucker, 1 TL Salz, Pfeffer, zwei Lorbeerblättern, 1 Prise Paprikapulver und 1 TL gemahlenem Kümmel würzen.

Die Marinade 5 min ziehen lassen. Derweil Kartoffeln schälen, in Scheiben schneiden und in kräftiger Gemüsebrühe garen lassen. Während dieser Zeit den Harzer in die Marinade befördern und den Backofen auf 180 Grad aufheizen. 5 min vor Ende der Kartoffel-Garzeit den Harzer aus der Marinade nehmen und in einer ofenfesten Form in den vorgeheizten Backofen schieben und 3-4 min erwärmen.



Die Kartoffeln abgiessen, auf zwei Teller verteilen, den Harzer aus dem Ofen nehmen, auf die Kartoffeln legen und mit der Marinade übergiessen. Hinsetzen, essen.

Saueinfach, sauschnell und saulecker. Und sauvegetarisch! Aber nix für sensible Nasen.....



Sommerlicher Kartoffelsalat

Sommer! Ja, ist doch so... nach diesem Winter of Darkness kam heute endlich die Sonne raus. Und zwar ganz und gar, mit einem Himmel so blau wie... na, wie Himmel halt. Keine Wolke, kein Lüftchen. Gut, es lag noch Schnee, aber wen interessiert's?

Wir jedenfalls haben den Nachmittag auf der Terrasse verbracht. Dick in zwei Decken gemummelt saßen wir rentnergleich auf unserer Bank, schlürften Kaffee und ließen uns von der Sonne wärmen. Die schützende Hauswand tat ihr Übriges... ach, war das mal wieder schön. Kleine gelbe Winterlinge lugten aus dem ollen Laub der Stauden hervor, die Vögel machten einen Mordslärm und in der Straße waren endlich mal wieder Menschen zu sehen. Das alles lässt auf mehr hoffen....

Die Zwiebel genießt die Mittagssonne...

Und dazu passend habe ich kurzerhand einen schnellen Sommerkartoffelsalat gezaubert. Festkochende Kartoffeln schälen und in dicke Scheiben schneiden. In Gemüsebrühe gar kochen und in eine Schüssel umfüllen. Währenddessen eine rote Zwiebel in Würfel schneiden und in Olivenöl glasig schwitzen. Dazu 2 EL Rotweinessig, Salz, Pfeffer, ein bißchen von der Gemüsebrühe geben und alles ein wenig einkochen lassen. Den Sud über die Kartoffeln geben und ein paar Stunden durchziehen lassen. Zum Schluss noch Schnittlauch und eine geschälte, in Scheiben geschnittene und von den wässrigen Kernen befreite Salatgurke reiben und zum Salat geben. Auch lecker: ein bisi Senf in den Sud rühren.



Dazu gab es heute mal gebratenen Heilbutt. Echt lecker, sagt Mr. H., mein Fischkopp.


Montag, 18. Februar 2013

Nasi Goreng

Früher waren wir hier öfter mal asiatisch essen. Leider sind die guten Asiaten rar geworden und durch Bahnhofshallen-ähnliche Ketten-Buden ersetzt worden, bei denen man sich für viel zu teures Geld durch fettige, lauwarme Buffets mümmelt, und das Ganze bei einem ohrenbetäubenden Getöse und dichtem Gerangel. Das hat für mich nichts mehr von einem netten Abend, sondern dient lediglich der fragwürdigen Nahrungsaufnahme. 

Was bleibt? Selbst kochen! Und da ich es ja liebe, in meiner gemütlichen Küche in der Nähe meines Mr. H. spannende Sachen auch aus ferneren Ländern zu zaubern, hab ich mich heute mal für Asien entschieden. Und zwar Easy Asia aus dem Mälzer-Wälzer. Hierfür muss man nicht gleich einen kompletten Asia-Laden leer kaufen, es geht (fast) mit ganz normalen Dingen, die eigentlich jeder so im Haus hat (Fertig-Pizza-Freaks ausgenommen).

Zuerst mal alles Geschnippsel und die Sauce vorbereiten, danach geht das Kochen blitzschnell.
400 g Reis vom Vortag sollte man schon da haben.

60 ml helle Sojasauce mit 1 EL Honig und 1 TL Sambal Oelek und 2 EL Wasser verrühren.



Dann eine Gemüsezwiebel in schmale Streifen schneiden und 3 Knofi-Zehen fein hacken. 1 Stange Staudensellerie, 1 Möhre und 150 g Weißkohl ebenso in feine Streifen schneiden.

Alles Bio-logisch!

Weißkohl - seinetwegen geb ich ein wenig gemahlenen Kümmel ins Essen.

Sellerie, Zwiebel und Knoblauch mit Chili-Flocken


2 Tomaten würfeln und 2 Eier verquirlen.



Und jetzt geht's ans Kochen: 2 EL Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Möhre und den Weißkohl darin 2 Minuten braten. Dazu den Sellerie, die Zwiebel, einige Chiliflocken und den Knoblauch geben, die Hitze etwas runternehmen und 2-3 Minuten mitbraten. Dann das Gemüse in einer Schale beiseite stellen.


2 EL Öl wieder in der Pfanne erhitzen und das verquirlte Ei unter Rühren stocken lassen. Den Reis dazu geben und 2 Minuten braten. Dann die Sauce dazuschütten und solange rühren, bis die Flüssigkeit aufgesogen ist. Dann das Gemüse und die Tomaten dazugeben, einige Basilikumblätter hinein rühren und mit 2 EL Röstzwiebeln bestreut servieren.




Und wieder ist kein Fleisch dabei. Und wieder haben wir es nicht vermisst. Und wieder ist noch Reis da, der flugs noch zu einem Reissalat für morgen verzaubert wird. 

Samstag, 16. Februar 2013

Pasta Bolo ohne Bolo?

Was für ein Tag!

Wetter: widerlich.
Tauender Schnee, Nebel, alles grau, nass, ungemütlich.

Aktion des Tages: Hausputz.
Es gibt definitiv Netteres, was man an einem Samstag so tun kann, aber muss ja.

Danach: Mittagsschläfchen.
Ja, ich gebe es zu: Decke drüber, Kapuze vom Sweatshirt über den Kopf und wegdämmern.

Und danach?
Käffchen und Honigbrötchen.

Das ist Februar!

Und abends?
Tim Mälzer's Bolo ohne Fleisch. Ich hab ja nun schon so Einiges von ihm und seinem Team nachgekocht und auch hier vorgestellt. Aber diese Bolo ist definitiv das Beste! Und ich werde sie einem eingefleischten Fleischfresser vorsetzen. Und ich wette, er wird sie lieben und es nicht bemerken, dass er vegetarisch gegessen hat. Da freu ich mich schon drauf, auf das dumme Gesicht. Meinen Mr. H., den ollen Fleisch-Knochen, hat diese Gaumenfreude jedenfalls überzeugt.

Bio-Pilze - die sind soooo lecker wie sie aussehen.

Immer wieder wunderschön.


Also.... 500 g Pilze (ich hatte Austernpilze, Kräutersaitlinge und Champignons) putzen und in 2 sec in der Ruby klein würfeln. Die Pilzkrümel dann auf ein Blech verteilen und einfach auf dem Küchentisch eine halbe Stunde vergessen. In dieser Zeit fermentieren die Pilze und bekommen ein sehr intensives Aroma. Diese Pilze dann mit 3 feingehackten Knoblauchzehen in 3 EL Olivenöl scharf anbraten. 2 Möhren, eine Stange Staudensellerie und eine Gemüsezwiebel in 2 sec in der Ruby ebenfalls klein würfeln und zu den Pilzen geben. 5 min mitbraten, 2 EL Tomatenmark ebenfalls kurz mitrösten und mit 100 ml Rosewein ablöschen. Wenn der Wein verkocht ist, 2 Dosen stückige Tomaten zum Ragout geben und eine halbe Dose Wasser hinzukippen. Dieses Gedicht dann mit 1 TL Paprikapulver (dem milden "edelsüss"), 1 TL getrocknetem Thymian und 1 TL getrocknetem Oregano würzen und mit etwas Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken. Kleiner Tipp: die Kräuter immer zwischen den Handflächen zerreiben, dann wird das Aroma noch intensiver. Noch zwei Lorbeerblätter dazu und das ganze dann offen ca. 25 min sanft vor sich hinköcheln lassen.

Sie fermentieren und entwickeln dabei mindestens das Doppelte an Aroma. Saulecker!

Irgendwann erfinden die noch das Geruchsfoto. Und dann steht Ihr hier Schlange!

Und? Sieht jemand, dass hier kein Fleisch drin ist?


Spaghetti kochen, Parmesan frisch reiben und die Spaghetti in einer Schüssel mit dem Ragout mischen.
Ich hab mir dann heute mal den Rosewein dazu gegönnt.... 5 Wochen keinen Alkohol und schon hab ich einen Schwips. Sünde....! Hat es noch eine von den französischen Pralinchen...?

Eine Schüssel Glück...

... und ein netter Schwips am Abend. Sündigen muss sich eben lohnen!

Sonntag, 10. Februar 2013

Mediterranes Grillgemüse mit Kartoffel-Knoblauch-Stampf

Jetzt aber - Sonne in den Topf! Das Wetter war heute nun doch endlich mal blau, und die Sonne wärmte sogar schon ein wenig. Da muss man doch gleich reagieren und die Sonne hinter den Herd holen!



4 Kartoffeln schälen und mit drei Knoblauchzehen und Salzwasser aufkochen (Ruby, my love....). Eine rote Paprika (wie die von gestern: rot, prall, saftig, sexy), zwei Bund Frühlingszwiebeln und 6 grosse Bio-Champignons (genauso sexy wie die Paprika!) putzen und in eine Auflaufform legen. Mit Olivenöl beträufeln und mit Meersalz und Chiliflocken würzen. Ein Zweig Rosmarin und ein paar schwarze Oliven runden das Ganze ab. Und nun hinein in den auf 220 Grad vorgeheizten Ofen auf die untere Schiene.

Grandios!


Wenn die Kartoffeln gar sind, das Gemüse im Ofen auf eine der oberen Schienen verfrachten, den Backofengrill anschalten, vorher nochmal umrühren und dann grillen. Die Kartoffeln und die Knoblauchzehen mit Olivenöl locker zerstampfen und mit etwas Meersalz würzen.


Sonnenbrille auf und geniessen! Euch eine schöne und hoffentlich sonnige Woche.

Samstag, 9. Februar 2013

Sauerkrautauflauf

Ich weiss grad nicht so wirklich, ob ich mich nun über diesen Winter freuen oder mich eher ärgern soll. Ein Teil von mir lechzt nach Sonne, Wärme oder mindestens angenehmen Temperaturen. Und nach blauem Himmel! Man hat das Gefühl, seit November ist der Himmel grau, es ist nasskalt ohne Unterlass und so langsam drückt es dann doch auf's Gemüt, das triste Einerlei. Der andere Teil von mir mag dieses Wetter aber auch. Gemütlich bei Kerzenschein lesen geht nun mal nicht bei Sonnenschein. Und ausserdem schneit es bei uns nun schon seit zwei Tagen und alles ist wieder unter eine weiche weisse Hülle geschlüpft. Allemal besser als diese fiesen Kahlfröste, die so nebenher auch das Gartenportemonnaie kahl fressen, weil die Hälfte der Pflanzen die Eisattacke nicht überlebt, so wie im letzten Jahr.

Die Vögel kommen nun auch mehr als dankbar wieder an ihre Futterstellen, die wir heute frisch aufgefüllt haben. Und wenn ich es mir recht überlege..... was will ich mehr? Ein schöner weisser Februar ist doch wesentlich netter als ein matschiger Jahresanfang. Und mit ein paar sonnigen Tulpen und Hyazinthen im Wohnzimmer und einem wärmenden Abendessen ist das alles auch gar nicht mehr so schlimm.

Nach der erneuten Schneeschipperei merkte Mr. H. heute morgen an, ihm sei nach einem kräftigen Auflauf. Nur... ohne Fleisch? Mal schauen, was die Batterie an Rezeptheften und Kochbüchern so hergibt. Wie wäre es mit einem Sauerkrautauflauf? Ich lasse lieber erst einmal unerwähnt, dass sich Paprika darin befinden wird.

Paprika wie gemalt.


Ruby kümmert sich um die Kartoffeln (500 g Salzkartoffeln), während ich eine Zwiebel in Würfel schneide und eine Dose Sauerkraut abtropfen lasse. Die Zwiebel in einem TL Öl glasig dünsten und das abgetropfte Sauerkraut dazu geben. Mit 2 TL Zucker und Salz und Pfeffer würzen und zehn Minuten köcheln lassen. Währenddessen die Paprika (eine wunderbar feste, dunkelrote Schote aus dem Biomarkt, die beim Probieren herrlich saftig und richtig schön paprikaisch schmeckt) in schmale Streifen schneiden und zum Sauerkraut geben.

Das Sauerkraut muss abtropfen, sonst muss zuviel Zucker dazu.


Die Kartoffeln ausdämpfen und mit einem EL Butter grob zerstampfen. Den Kartoffelstampf mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und mit dem Sauerkraut vermengen. In eine gefettete Auflaufform geben und aus 2 Eiern, einem Becher Creme légère und Salz und Pfeffer eine Sauce aufschütteln. Diese gleichmäßig über den Auflauf geben und alles bei 200 Grad auf der unteren Schiene im Backofen 45 min backen (ohne Umluft, wird sonst zu trocken).

Sonnengelber Kartoffelstampf - schon der Anblick macht warm.

Das macht wunderbar warm im Bauch und richtig schön satt. Reicht übrigens für 4 Portionen. Und ich brauch Montag nicht zu kochen. Und Mr. H. fand die Paprika saulecker.

Saftig und herrlich aromatisch. Und Speck wurde nicht vermisst.



Samstag, 2. Februar 2013

Gefüllte Paprikaschoten

Gefüllte Paprikaschoten sind ja nun wirklich ein Klassiker. Und jeder liebt sie - nur ich nicht. Die Schoten selbst sind ja ganz lecker, aber dieses dröge graue Mett oder dieser langweilige Reis im Innern.  Ich hab noch nie verstanden, wie man gekochtes Schweinemett mögen kann. Und noch schlimmer ist diese fertige Tomatensauce drum herum. Nö, da musste ich mal kreativ werden.


Erst einmal heize ich dem Backofen ein (200 Grad). Dann putze ich zwei Paprikaschoten und halbiere sie der Länge nach. Eine Tasse Risottoreis koche ich 20 min in zwei Tassen leicht gesalzenem Wasser und lege die Paprikahälften auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech mit der Schnittfläche nach unten in den Ofen. Nach 20-30 min sind die Paprika weich und die Haut wird leicht braun.


 In der Zwischenzeit gebe ich 1 EL Olivenöl in eine beschichtete Pfanne und dünste darin 2-3 in Ringe geschnittene Frühlingszwiebeln, 1 TL getrocknetes Basilikum, 1 TL Oregano und 1 gehackte Knoblauchzehe. Dazu kommen 2-3 aromatische, in Würfel geschnittene Tomaten und alles wird ca. 5 min gedünstet. Den Reis hinzugeben, vermischen, 100 g zerkrümelten Feta dazugeben und alles in die Paprikahälften füllen. Dann die Paprikaschoten noch einmal für 5-10 min in den Ofen schieben. Den Feta sollte man übrigens am besten beim Türken kaufen - der Packungskram aus dem Supermarkt schmeckt hier nur nach Gummi.

 


Während dessen zaubere ich aus dem kleinen Rest in der Pfanne mit meinem Gemüsefond und etwas Tomatenmark noch eine schnelle Sauce.


Die Schoten kommen direkt aus dem Ofen auf den Saucenspiegel und sind sehr aromatisch. Auch ohne dieses blassgraue Schweinemett. So.

Gemüsefond

Die Frage aller Fragen - wie bekomme ich eine leckere Sauce oder Suppenbasis ohne Fleisch, Fett und Geschmacksverstärker? Leider nicht ohne Aufwand. Aber er hält sich in Grenzen und hier kommt ein Rezept, das ne Menge Geschmack in sich trägt.

Ich sammle 3 Tage lang die Reste und Abschnitte vom Gemüse und Kräutern. Auch die Zwiebelschalen, Knofireste, Stengel vom Brokkoli etc etc). Das alles gebe ich dann zusammen mit einem Bund Suppengrün und vielen Gewürzen (zum Beispiel 2 Lorbeerblätter, Pfefferkörner, Senfsaat, Paprikapulver, Chiliflocken, Bohnenkraut, Salz, Pfeffer), 3 getrockneten Tomaten und 3 getrockneten Steinpilzen in einen Topf, giesse mit 1-2 Litern kaltem Wasser auf und koche alles langsam 30 Minuten lang und schmecke am Ende noch einmal ab. Dann lasse ich es erkalten und passiere alles durch ein Sieb.


Und dann kommt das Gemüsegold in Schalen, Eiswürfelbeuteln oder was auch immer in den Gefrierschrank und wird bei Bedarf zum Essen gegeben.



Fettfrei, vitaminreich, und mit Feuer im Fond! Und das Beste: man kann sich dabei so richtig austoben. Mit Curry wird's indisch, mit Koriander und Ingwer asiatisch, mit Kohl und Kümmel deutsch, mit Zimt orientalisch.... macht einfach mal. Die Grundidee stammt übrigens aus dem Mälzer-Wälzer.


Sonntag, 27. Januar 2013

Brokkoli Blumenkohl Kartoffel... sotto

Risotto ohne Reis? Naja, das geht ja nun nicht wirklich. Aber im neuen Buch vom Tim geht das durchaus. Ich hab natürlich wieder mal meinen eigenen Kopf und widersetze mich ein ganz klein wenig seinen Regieanweisungen.

Ich würfele eine Zwiebel, hacke eine Knoblauchzehe und dünste beides in 1 EL Olivenöl glasig. Dann gebe ich 400 g in Würfel geschnittene, vorwiegend festkochende Kartoffeln dazu und brate sie bei mittlerer Hitze bissfest. Hinzu kommen statt 100 ml Weißwein lieber ein paar Spritzer Worcestersauce und Zitronensaft und alles wird mit 200 ml Gemüsebrühe aufgefüllt (ich muss immer noch die aus dem Bioladen nehmen, weil ich es noch nicht geschafft habe, einen Gemüsefond selbst herzustellen - kommt aber noch, versprochen).



Dem allen folgen dann je 200 g in kleine Stücke geschnittener Blumenkohl und Brokkoli, 80 g Pinienkerne (die ich das nächste Mal vorher ohne Fett rösten werde) und ein Tütchen Safran. Und dann wird alles mit noch einmal 200 ml Brühe begossen. Aufkochen lassen und auf die Hälfte der Flüssigkeit reduzieren lassen. Zum Schluss gesellt sich noch eine Handvoll Petersilie hinzu und statt der vorgeschlagenen 40 g Butter bleib ich stur und gebe nur die Hälfte in kalten Stücken hinein, gepaart mit 60 g Parmesan und dann alles schön verrühren, damit die Butter bindet und mit dem geschmolzenen Käse alles schön schlonzig macht - was für ein göttliches Wort!



Mit Salz und Pfeffer würzen, den Rest Parmesan drüberstreuen und ab auf die Teller. Löffel dazu, und wer unbedingt will, kann sich vor den Tisch lümmeln und drauflos futtern....

Und jetzt Richtung Sofa, neuer Tatort kommt! Und weg...