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Dienstag, 14. Juni 2022

Abendbrot

Klassisches Wurstbrot? Käsebemme? Ne, weit gefehlt, leckeres Frühlingsbrot! Das gute Vollgut-Vollkornbrot von unserem Bäcker ums Eck, selbst gemachter Frischkäse (griechischen Joghurt über Nacht in ein Sieb geben und abtropfen lassen - fertig ist der Frischkäse ohne Salz oder Geschmacksverstärker), belegt mit Radieschen, Schnittlauch, Paprika und was Euch sonst noch so einfällt. Guten Appetit!



Donnerstag, 27. Januar 2022

Schnelles Ofengemüse

Keine Zeit? Nix im Haus? Na, irgendwas geht doch immer mal auf die Schnelle. Kartoffeln und eine nicht mehr ganz so sexy Paprika habe ich noch gefunden und ich brauche heute definitiv etwas Warmes.

  • Kartoffeln 
  • Paprika
  • Oliven
  • Zwiebeln
  • Knofi
  • und was auch immer sonst noch so weg müsste (z.B. Zucchini, Champignons, Schafskäse, Auberginen etc.)
  • Olivenöl
  • Sesam
  • Chili-Flocken
  • Salz, geräuchertes Paprikapulver

Ich schneide Kartoffeln und die Paprika in mundgerechte Stücke und gebe noch eine Zwiebel in Achteln, 1-2 Knofi-Zehen und ein paar Oliven dazu. Alles in Olivenöl in einer Schüssel schwenken, so dass sich das Öl gut verteilen kann. Dann gebe ich Sesam, Chiliflocken, Salz, geräuchertes Paprikapulver dazu und schwenke erneut. Alles zusammen ab auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben und bei 200 Grad 30-45 min backen. Dazu passt Kräuterquark oder jeder andere Dip.

Lasst es Euch schmecken!



Sonntag, 16. Januar 2022

Blätterteig-Schnecken

 Gäste? Jetzt??? Ok.

Blätterteig hab ich noch. Und Kochschinken. Frischkäse und Lachs sind auch noch da. Flugs den Teig ausrollen, mit Frischkäse bestreichen und den Räucherlachs drüberlegen. Auf die andere Hälfte kommt der Kräuterfrischkäse und der Kochschinken. Schnell aufrollen, mit einem verquirltem Ei bestreichen und für 20-25 min bei 200 Grad Umluft in den Backofen versenken. Lauwarm den Gästen vor die Nase halten.

Spontaner Spieleabend gerettet!



Samstag, 2. März 2013

Harzer mit Musi

Musste mal wieder schnell gehen heute. Früher gings dann zum Amerikaner, heute wird schnell selbst was gezaubert. Da weiss man, was man hat (nein, kein Waschmittel.)

Eine rote Zwiebel in Ringe schneiden, 70 ml Rotweinessig, 30 ml Wasser und 1 EL Sonnenblumenöl mischen und mit 1 TL Zucker, 1 TL Salz, Pfeffer, zwei Lorbeerblättern, 1 Prise Paprikapulver und 1 TL gemahlenem Kümmel würzen.

Die Marinade 5 min ziehen lassen. Derweil Kartoffeln schälen, in Scheiben schneiden und in kräftiger Gemüsebrühe garen lassen. Während dieser Zeit den Harzer in die Marinade befördern und den Backofen auf 180 Grad aufheizen. 5 min vor Ende der Kartoffel-Garzeit den Harzer aus der Marinade nehmen und in einer ofenfesten Form in den vorgeheizten Backofen schieben und 3-4 min erwärmen.



Die Kartoffeln abgiessen, auf zwei Teller verteilen, den Harzer aus dem Ofen nehmen, auf die Kartoffeln legen und mit der Marinade übergiessen. Hinsetzen, essen.

Saueinfach, sauschnell und saulecker. Und sauvegetarisch! Aber nix für sensible Nasen.....



Sommerlicher Kartoffelsalat

Sommer! Ja, ist doch so... nach diesem Winter of Darkness kam heute endlich die Sonne raus. Und zwar ganz und gar, mit einem Himmel so blau wie... na, wie Himmel halt. Keine Wolke, kein Lüftchen. Gut, es lag noch Schnee, aber wen interessiert's?

Wir jedenfalls haben den Nachmittag auf der Terrasse verbracht. Dick in zwei Decken gemummelt saßen wir rentnergleich auf unserer Bank, schlürften Kaffee und ließen uns von der Sonne wärmen. Die schützende Hauswand tat ihr Übriges... ach, war das mal wieder schön. Kleine gelbe Winterlinge lugten aus dem ollen Laub der Stauden hervor, die Vögel machten einen Mordslärm und in der Straße waren endlich mal wieder Menschen zu sehen. Das alles lässt auf mehr hoffen....

Die Zwiebel genießt die Mittagssonne...

Und dazu passend habe ich kurzerhand einen schnellen Sommerkartoffelsalat gezaubert. Festkochende Kartoffeln schälen und in dicke Scheiben schneiden. In Gemüsebrühe gar kochen und in eine Schüssel umfüllen. Währenddessen eine rote Zwiebel in Würfel schneiden und in Olivenöl glasig schwitzen. Dazu 2 EL Rotweinessig, Salz, Pfeffer, ein bißchen von der Gemüsebrühe geben und alles ein wenig einkochen lassen. Den Sud über die Kartoffeln geben und ein paar Stunden durchziehen lassen. Zum Schluss noch Schnittlauch und eine geschälte, in Scheiben geschnittene und von den wässrigen Kernen befreite Salatgurke reiben und zum Salat geben. Auch lecker: ein bisi Senf in den Sud rühren.



Dazu gab es heute mal gebratenen Heilbutt. Echt lecker, sagt Mr. H., mein Fischkopp.


Samstag, 16. Februar 2013

Pasta Bolo ohne Bolo?

Was für ein Tag!

Wetter: widerlich.
Tauender Schnee, Nebel, alles grau, nass, ungemütlich.

Aktion des Tages: Hausputz.
Es gibt definitiv Netteres, was man an einem Samstag so tun kann, aber muss ja.

Danach: Mittagsschläfchen.
Ja, ich gebe es zu: Decke drüber, Kapuze vom Sweatshirt über den Kopf und wegdämmern.

Und danach?
Käffchen und Honigbrötchen.

Das ist Februar!

Und abends?
Tim Mälzer's Bolo ohne Fleisch. Ich hab ja nun schon so Einiges von ihm und seinem Team nachgekocht und auch hier vorgestellt. Aber diese Bolo ist definitiv das Beste! Und ich werde sie einem eingefleischten Fleischfresser vorsetzen. Und ich wette, er wird sie lieben und es nicht bemerken, dass er vegetarisch gegessen hat. Da freu ich mich schon drauf, auf das dumme Gesicht. Meinen Mr. H., den ollen Fleisch-Knochen, hat diese Gaumenfreude jedenfalls überzeugt.

Bio-Pilze - die sind soooo lecker wie sie aussehen.

Immer wieder wunderschön.


Also.... 500 g Pilze (ich hatte Austernpilze, Kräutersaitlinge und Champignons) putzen und in 2 sec in der Ruby klein würfeln. Die Pilzkrümel dann auf ein Blech verteilen und einfach auf dem Küchentisch eine halbe Stunde vergessen. In dieser Zeit fermentieren die Pilze und bekommen ein sehr intensives Aroma. Diese Pilze dann mit 3 feingehackten Knoblauchzehen in 3 EL Olivenöl scharf anbraten. 2 Möhren, eine Stange Staudensellerie und eine Gemüsezwiebel in 2 sec in der Ruby ebenfalls klein würfeln und zu den Pilzen geben. 5 min mitbraten, 2 EL Tomatenmark ebenfalls kurz mitrösten und mit 100 ml Rosewein ablöschen. Wenn der Wein verkocht ist, 2 Dosen stückige Tomaten zum Ragout geben und eine halbe Dose Wasser hinzukippen. Dieses Gedicht dann mit 1 TL Paprikapulver (dem milden "edelsüss"), 1 TL getrocknetem Thymian und 1 TL getrocknetem Oregano würzen und mit etwas Salz, Zucker und Pfeffer abschmecken. Kleiner Tipp: die Kräuter immer zwischen den Handflächen zerreiben, dann wird das Aroma noch intensiver. Noch zwei Lorbeerblätter dazu und das ganze dann offen ca. 25 min sanft vor sich hinköcheln lassen.

Sie fermentieren und entwickeln dabei mindestens das Doppelte an Aroma. Saulecker!

Irgendwann erfinden die noch das Geruchsfoto. Und dann steht Ihr hier Schlange!

Und? Sieht jemand, dass hier kein Fleisch drin ist?


Spaghetti kochen, Parmesan frisch reiben und die Spaghetti in einer Schüssel mit dem Ragout mischen.
Ich hab mir dann heute mal den Rosewein dazu gegönnt.... 5 Wochen keinen Alkohol und schon hab ich einen Schwips. Sünde....! Hat es noch eine von den französischen Pralinchen...?

Eine Schüssel Glück...

... und ein netter Schwips am Abend. Sündigen muss sich eben lohnen!

Montag, 11. Februar 2013

Reissalat

Abgezwackter Reissalat - ich liebe ihn. Endlich war es mal wieder so weit. Übrig geblieben waren eine stattliche Portion Basmati-Reis vom Hühnerfrikassee-Gelage, ein Stück von der Sexy Paprika und eine Frühlingszwiebel. Weiterhin im Kühlschrank zu finden war eine dieser Minigurken aus dem Bioladen, die unverschämt nach Gurke schmecken. Und Kirschtomaten.



Das alles und noch ein klein bisschen Olivenöl, Essig, Salz, Pfeffer und Chiliflocken miteinander verrühren, ziehen lassen und mit frischem Brot geniessen. Ich finde ja, das Brot kann man auch weglassen. Mr. H. sieht das grundlegend anders.

Saulecker ist übrigens Vollkornbrot, das man eingefroren hat und im Toaster aufbackt. Da hat er ja dann doch mal recht, mein Mr. H.

Sonntag, 3. Februar 2013

Spaghetti puttanesca

Eine nette Bekannte aus den Weiten des ja durchaus auch mal netten Internets gab den Anstoß zu dieser würzigen Nudelvariante. Endlich mal eine kräftige Nudelsauce ohne Sahne, bei der sich die Zutaten zu einem herrlich aromatischen Gericht zusammenfügen! Sonst gibts beim Italiener um die Ecke ja meistens die feisten Sahnesaucen. Tomaten-Sahne, Käse-Sahne, Brokkoli-Sahne, Knoblauch-Sahne, Sahne-Sahne.... nix gegen eine gute Sahnesauce, aber meine Güte, geht doch auch mal ohne, oder? Ich wette, das ist so eine deutsche Erfindung, Sahne in Nudelsaucen zu schütten. Macht schön pampig und schnell satt, da kann man bei den anderen teuren Zutaten sparen. Der wirklich gute Italiener macht sowas nicht. Wirklich gute Italiener schmeissen auf die Pizza auch keinen Klebschinken, keine deutsche Discounter-Salami und auch keinen Käse, der kein Käse ist.

Wir gehen lieber einmal seltener italienisch essen, dafür aber eben besser und original und mit guten Zutaten. Jedenfalls, wenn Mrs. B. mal keine Lust auf's Kochen hat. Aber das ist ja nicht so oft.

Superlecker sind die Oliven, die ich mal aus Frankreich mitgebracht habe. Sie sind schwarz, trocken eingelegt und sehr aromatisch.
Gibt's hier auch als griechische Variante, hab ich aber noch nicht ausprobiert.

Während die Spaghetti bissfest im Salzwasser vor sich hingurgeln, gebe ich 1 EL Olivenöl in die Pfanne und lasse darin eine in kleine Würfel geschnittene Zwiebel, 1-2 getrocknete Chilischoten und 6 Sardellenfilets sanft schmoren, bis die Sardellen zerfallen. Nicht so heftig, sonst wird die grosse gepresste Knoblauchzehe bitter, die jetzt zusammen mit 6 schwarzen Oliven ohne Kern und 2 EL kleinen Kapern ihren Weg in die Pfanne findet. Sie bringen die nötige Säure, man schmeckt sie aber nicht raus. Einfach mal probieren! Ihr mögt keine Kapern? Dann macht Euch was anderes, weglassen ist hier nicht.

Hilfe, ich seh nix mehr! Aber das duftet...

Abgelöscht wird mit 1-2 Dosen passierten Tomaten und dann köchelt alles solange, bis auch die Spaghetti gar sind. Zum Schluss folgt das Abschmecken mit Oregano und frisch gemahlenem Pfeffer und die Spaghetti wandern direkt aus dem Topf in die Sauce. Schön alles miteinander verrühren, den frischen Parmesan reiben und ab damit in die Schüssel und rauf auf den Tisch. Dazu passt natürlich ein sündiger Rotwein...



Auch sehr lecker: ein bisschen Thunfisch dazugeben. Wir lassen das heute und stürzen uns auf die normale Variante.
Lieben Dank für die Idee ;-)

Kartoffelsuppe

Kartoffelsuppe war bei meiner Mutter auch der Renner. Warum? Weil sie im Grunde ihres Herzens kochfaul war. Und das ist auch legitim, wenn man bedenkt, dass sie ständig irgendwelche Gäste bewirten musste, weil meinem Vater mal wieder einfiel, eine Party schmeißen zu müssen. Und wenn frau dann noch jeden Tag für die Kinder und den Mann was Nettes auf den Tisch bringen muß, isses auch irgendwann mal gut. Und wenn der Mann dann nicht da war (was häufiger mal der Fall war), hat sie es immer genossen, einfache und vor allem schnelle Sachen auf den Tisch bringen zu können.



Ihre Variante der Kartoffelsuppe ging so: Salzkartoffeln kochen, das Kochwasser auffangen, die Kartoffeln unter Hinzugabe des Kochwassers pürieren, Würstchen und bei Bedarf (meistens des Vaters, wenn er denn da war) ausgelassenen Speck dazugeben und noch mit F*ndor würzen. Wir waren süchtig nach dem Zeug, wie andere nach M*ggi. Kein Wunder, war ja auch quasi Geschmacksverstärker pur. Das hat damals natürlich niemanden interessiert, die Welt teilte sich nun mal in M's oder F's.

Heute mach ich die Kartoffelsuppe so: 1 Stange Lauch, 2 Möhren und ein kleines Stück Sellerie waschen, putzen und in Würfel schneiden (den Lauch in Ringe). 50g durchwachsenen Speck würfeln und in einem hohen Topf braun anbraten. Das Gemüse 5 min mitbraten und mit 1 l Rinderbrühe auffüllen (manchmal nehm ich auch die fertige Gemüsebrühe, wenn ich grad nix an Brühe eingefroren hab). 750 g Kartoffeln (mehlig oder vorwiegend festkochend) schälen, in Würfel schneiden und zu der Suppe geben. Nach 25 min Köcheln bei mittlerer Hitze mit dem Pürierstab alles ein wenig durchpürieren, allerdings nicht so lang, es soll ja kein Brei werden. Dann mit Salz und Pfeffer  und einem knappen Teelöffel getrocknetem und zwischen den Händen zerriebenem Majoran abschmecken und je nach Geschmack Würstchen dazugeben.



Die erste Variante dauert 30 min, die zweite vielleicht ne Stunde, weil es mehr Schnippelarbeit ist, es sei denn, man bereitet das in der Ruby zu, das sind dann gerade mal 20 min. Beide Varianten machen satt und glücklich.

Donnerstag, 3. Januar 2013

Focaccia oder Pizzaboden!

Nix geht über nen fluffigen Pizzaboden? Doch, eine fluffige Focaccia! Diese hier ist blitzschnell mit Hilfe von Ruby gezaubert.

250 g Mehl mit einem TL Salz vermischen. Einen halben Würfel Hefe in 150 ml lauwarmem Wasser und einer Prise Zucker auflösen und zum Mehl geben. Ruby zaubert daraus in 5 min einen geschmeidigen Pizzateig, der nun an einem warmen Ort (in der Schüssel mit einem Geschirrtuch zugedeckt im Backofen bei 60 Grad) 35 min aufgehen soll. Tut er auch. Dann nehme ich die kleine Pizzarolle und forme aus ihm eine ovale Pizza. Wieder ab in den warmen Ofen für 10 min. Pizza wieder rausnehmen und dem Ofen richtig einheizen - 250 Grad. Währenddessen die Focaccia mit Meersalz, grobem Pfeffer und Rosmarinnadeln bestreuen und mit Olivenöl beträufeln. Wenn der Ofen richtig heiss ist, die Focaccia auf der untersten Einschubleiste 12 min backen und dann noch einmal auf der obersten Stufe für 3 min bräunen lassen. Nicht zu dunkel werden lassen, sonst wird sie nicht fluffig. Meine war grad so an der Grenze.



Unbedingt warm geniessen. Und macht mal die Paprika Zucchini Salsa oder die eingelegten Paprika dazu. Und dann schlagt Euch drum!

Samstag, 29. Dezember 2012

Bolo als Auflauf?

Wenn das draussen so richtig eklig ist, braucht die liebe Seele etwas wirklich Warmes. So ein Auflauf kommt da gerade recht.

350 g Hack scharf anbraten, 300 g frische Champignons blättrig schneiden und dazu geben (ich musste leider Dosenchampignons nehmen, es war beim Supermarkt nicht ein einziger frischer Champignon mehr zu bekommen). 1 grosse Zwiebel würfeln und mit 2 gehackten Knoblauchzehen hinzugeben. Den Inhalt von zwei Dosen Tomatenmark kurz mit anrösten und mit kochendem Wasser ablöschen. Mit Salz, Pfeffer, gerebeltem Oregano und ein wenig Olivenöl würzen und sanft vor sich hinköcheln lassen. Während dessen die Nudeln (Spirelli, Penne oder ähnliches) im Salzwasser kochen, abgiessen und mit der Sauce in einer Auflaufform vermischen. Eine Kugel Mozzarella darauf verteilen und mit Parmesan bestreuen. Ich lass Ruby immer gleich ein halbes altbackenes Brötchen mit dem Parmesan reiben, das gibt eine lecker knusprige Kruste. Ein wenig Olivenöl darüber geben und ab in den Ofen bei 210 Grad auf der mittleren Stufe für 20-25 min überbacken. Auf Umluft verzichte ich, die macht den Auflauf trocken.




Mozz-Tom!

Nach so vielen leckeren Sachen an den Weihnachtstagen ist man ja immer dankbar über ein leichteres Essen an den Tagen danach. Und ausserdem braucht es bei dem ollen Wetter ein wenig Sommerfeeling auf dem Teller!

Tomaten, Mozzarella, Basilikum, Ruccola-Keimlinge - ein wenig Olivenöl, Salz, Pfeffer, Knoblauch, Zwiebel, Balsamico, ein wenig Zucker und natürlich ein kräftiges Baguette. Mit Knoblauchöl beträufelt, mit frischem Parmesan bestreut und im Grill kurz überbacken... so schmeckt Sommer!
 




Sonntag, 9. Dezember 2012

Kartoffelsalat

Kartoffelsalat geht ja auch immer. Weihnachten für Faule, Grillparty, Party ohne Grill, Nachbarsfest, Neujahrsmorgen, Silvester, im Vorbeigehen.... nur schmecken muss er. Dieser hier ist zwar mit Mayo, die wird aber selbst gemacht - diese Version ist also eher was für die kühlen Jahreszeiten. Ich hab noch ein anderes Lieblingsrezept mit Gurken und Brühe - das ist dann im Sommer wieder mal dran.


1,5 kg Pellkartoffeln 20 Min. in kochendem Salzwasser garen, ich gebe immer noch eine Hand voll Kümmel dazu. Dadurch bekommen die Kartoffeln einen süßlichen Geschmack. Eine Zwiebel fein würfeln und in 3 EL Olivenöl glasig dünsten. 150 ml Gemüsebrühe und 2 EL Weissweinessig dazu geben, erhitzen und kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Kartoffeln pellen und in Scheiben schneiden. Die Essigmarinade darüber verteilen, vorsichtig mischen und mind. 1 Std. ziehen lassen.

150 ml Sonnenblumenöl mit einem Ei, 1 TL Senf und einer Prise Salz in ein schmales, hohes Gefäß geben und mit dem Pürierstab zu einer Mayonnaise mixen. Dabei den Pürierstab langsam von unten nach oben ziehen. Geht ganz einfach und man kann sich das langsame Öl-Einträufeln sparen. Die so entstandene Mayo evtl. noch etwas nachsalzen und mit 1 EL saure Sahne und 3 EL Gewürzgurkensud  gut verrühren. Ein Bund Radieschen und 4 Gewürzgurken in dünne Scheiben schneiden - lecker sind auch die süßen Gurkenviertel. Die Mayo über die Kartoffeln geben, Radieschen und Gurken dazu, mit Salz und Pfeffer abschmecken und zum Schluss noch die  Kresse mit der Schere einfach vom Beet runterschneiden und über den Salat streuen.



 Dazu passen Buletten, Koteletts, Bratfisch, Brathering, Bratwurst, Schweinebraten, Würstchen, Spiegeleier... und ausserdem ist es immer besser, man hat einen Löffel dabei, wenn man an der Schüssel vorbeigeht.

Sonntag, 2. Dezember 2012

Mr. H.'s Kartoffelbrei

Selbstgemachter Kartoffelbrei ist für mich Seelenwärmer durch und durch. Mr. H. kocht ja nicht oft, aber er ist ohne Frage DER Kartoffelbrei-Gott! Und es gibt fast nichts Schöneres, als im kuscheligen Wohnzimmer im Lesesessel unter der warmen Decke mit dem im kalten Wind glitzernden Tannenbäumchen im Garten hinter mir langsam den wunderbaren Duft von Kartoffeln, warmer Milch und flüssiger Butter zu geniessen. Da kriecht dann ein wohlig-warmes Gefühl in mir hoch und ich geniesse es in vollen Zügen, so liebevoll betüddelt zu werden.

Mr. H. schält die mehlig oder vorwiegend festkochenden Kartoffeln, würfelt sie und kocht sie in gut gesalzenem Wasser so ungefähr 20 min. Dann gießt er das Wasser ab und stellt den Topf nochmal auf den Herd, um die Kartoffeln ausdampfen zu lassen. Zu den fast nicht mehr dampfenden Kartoffeln gesellt sich dann ein guter Schuß Milch und dann wird gestampft. Ein Stückchen kalte Butter kommt noch mit hinein und es wird weiter gestampft, hier noch ein wenig Milch, da noch ein wenig Butter, und immer schön weiterstampfen und rühren, damit alles auch schön locker und luftig wird. Eine Prise Pfeffer, ein ganz klein wenig Muskatnuss (Mr. H. weiß, dass ich es eigentlich nicht mag - daher ist er liebevoll zurückhaltend). Vielleicht noch ein klein wenig Salz? Ach nein, es ist PERFEKT.

Ein wenig Milch....
... ein kleines Stückchen Butter...

... stampfen....

... würzen...


...Nebenschauplatz errichten.

Dazu gibt es dann eine Bratwurst, oder Fischstäbchen, oder einfach ein Spiegelei. Und natürlich einen Gurkensalat, den zaubere ich dann noch schnell dazu. Gurke schälen, in Scheiben reiben, bisi Salz, Pfeffer, Zucker, Zitronensaft - fertig.

Und wenn man dann eigentlich schon satt und sehr zufrieden ist, gibt es nichts Göttlicheres als ein wenig lauwarmen Kartoffelbrei mit einem Löffel Gurkenlalalat zu vermengen. Das passt immer noch rein - Dessert gibts eh keins. Ich liebe solche Abende. Danke, Mr. H.!

Mittwoch, 28. November 2012

Milchreis

Milchreis ist Kindheit pur. Und da meine Schwester der Meinung ist, dass der hier unbedingt hingehört, tu ich ihr den Gefallen natürlich - naja, nicht nur ihr. Alle Weiber in unserer Familie haben das Zeug geliebt!



Unsere Mutter nahm immer 250 g Milchreis, wusch ihn, setzte 1 l Milch mit etwas Salz auf, gab den gewaschenen Reis hinein, kochte alles auf, nahm dann den Topf und packte ihn ins Bett. Nein, das ist kein Scherz, sondern kostengünstig! Schön warm eingepackt garte der Reis bis zum Mittag ganz allein so vor sich hin, quoll auf und wurde so zu der leckersten Kindheitspampe.



Dazu gab es Zimtzucker und braune Butter. Meine Mutter machte mit dem Esslöffel immer so kleine Kuhlen in den Reis und füllte diese mit der braunen Butter. Den Zucker musste man dann darum herum auf den Reis geben und dann konnte man um die Krater drumrum essen. Doof war, wenn ein Damm brach und die Butter rauslief. Was aber auch wiederum gut war, denn dann hatte man ja genügend Butter für den nächsten Damm. Und wenn der dann wieder brach.............


Und was der Vater von dem Gematsche hielt? 


Sonntag, 18. November 2012

Nudeln mit Kochschinken

Wieder mal ein Rezept mit Familientradition. Immer, wenn meine Mutter definitiv keine Lust auf Kochen hatte, kramte sie die Nudeln aus dem Schrank. Sauce? Viel zu aufwändig. Sie nahm einfach Spiralnudeln, kochte sie in Salzwasser, gab gewürfelten Kochschinken und geriebenen Käse dazu, und ließ sich gerade noch zu zerlassener brauner Butter hinreißen. Kinder durften dazu auch Ketchup panschen. Meine Schwester und ich lieben das heute noch, also muss es natürlich hier auch auf diese Seite. In der heutigen Zeit wichtig: nehmt den Kochschinken vom Schlachter. Schmeckt besser und ist garantiert nicht zusammengeklebt. Und Ruby kümmert sich übrigens wieder mal rührend um den geriebenen Käse.



Tipp: Doppelte Menge Nudeln und Schinken vorbereiten und morgen in der Pfanne mit Butter anbraten. Doppelt lecker und doppelt mehr Zeit für sich...

Dienstag, 13. November 2012

Bauernfrühstück

Heute musste es mal schnell gehen. Mr. Hudson hat sich zum Kartoffelschälen einteilen lassen - selber Schuld, Kartoffel-Junkie!




5 Kartoffeln in Scheiben schneiden, 2 Zwiebeln und den Rest Bauchspeck würfeln, Pfanne anschmeißen, Öl rein, die trockengetupften Kartoffelscheiben dazu, im heissen Fett schön braun werden lassen, Speck dazu und mitbräunen. Dann den Deckel auf die Pfanne, damit alles schneller gart, und in den letzten 5 min die Zwiebeln dazugeben. Die Hitze nochmal hochdrehen, 3-4 Eier drüber, durchrühren, salzen, pfeffern und ab auf den Teller damit.


Dann in aller Ruhe Gürckchen dazulegen, vielleicht noch ein bißchen Brathering dazu, oder Sülze, oder nix..... tobt Euch aus.





Donnerstag, 8. November 2012

Wundersame Spaghetti

Es gibt Gerichte, die müssen einfach immer wieder sein. Definitiv eines davon sind die Spaghetti mit Tomatensauce. Als ich noch Kind war, zauberte meine Mutter immer eine eigene Kreation. Damals durfte man sich zum Geburtstag natürlich sein Lieblingsessen wünschen. Und ich hab mir natürlich immer Spaghetti mit Tomatensauce gewünscht - hatte aber auch immer die leise Hoffnung, meine Mutter würde auf die "geniale" Idee kommen, die berühmte "Wunder"-Fertigmischung zu kredenzen. Weit gefehlt - es gab IMMER die Eigenkreation - wie laaaaaaangweilig. Aber einmal hat sie mich dann doch überrascht - es gab beide Varianten! Was für ein Fest. Und alle eingeladenen Kinder stürzten sich auf Muttis Mix und ich hatte den Mira...Topf ganz für mich allein. Am Ende der Feier waren wir alle über und über mit Sauce beschmiert und mir war ein wenig schlecht, aber das hätte ich natürlich nie zugegeben.


Heute brauchts die Fertigmischung natürlich nicht mehr. Erstens weiss ich, wie ich dem Geschmack sehr nah komme und zweitens gehts wie immer auch ohne Verstärker.


1 Zwiebel würfeln und in 2 EL Olivenöl glasig dünsten.



1 Knoblauchzehe fein hacken und zusammen mit dem Tomatenmark leicht anrösten. Ich nehme immer gleich zwei Dosen, dann bleibt vielleicht auch was übrig zum Einfrieren.
Drei Dosenfüllungen Wasser hinzufügen und mit Salz, Pfeffer und geriebenem Oregano würzen. Die frische Variante aus dem eigenen Garten wäre natürlich die aromatischere Variante! Wer mag, kann noch ein kleines Stückchen Butter darin schmelzen lassen.





Die Spaghetti in reichlich Salzwasser bissfest kochen und mit der Sauce und frisch geriebenem Parmesan anrichten.



PS: Den Parmesan erledigt übrigens Ruby!