Sonntag, 18. November 2012

Nudeln mit Kochschinken

Wieder mal ein Rezept mit Familientradition. Immer, wenn meine Mutter definitiv keine Lust auf Kochen hatte, kramte sie die Nudeln aus dem Schrank. Sauce? Viel zu aufwändig. Sie nahm einfach Spiralnudeln, kochte sie in Salzwasser, gab gewürfelten Kochschinken und geriebenen Käse dazu, und ließ sich gerade noch zu zerlassener brauner Butter hinreißen. Kinder durften dazu auch Ketchup panschen. Meine Schwester und ich lieben das heute noch, also muss es natürlich hier auch auf diese Seite. In der heutigen Zeit wichtig: nehmt den Kochschinken vom Schlachter. Schmeckt besser und ist garantiert nicht zusammengeklebt. Und Ruby kümmert sich übrigens wieder mal rührend um den geriebenen Käse.



Tipp: Doppelte Menge Nudeln und Schinken vorbereiten und morgen in der Pfanne mit Butter anbraten. Doppelt lecker und doppelt mehr Zeit für sich...

Dienstag, 13. November 2012

Bauernfrühstück

Heute musste es mal schnell gehen. Mr. Hudson hat sich zum Kartoffelschälen einteilen lassen - selber Schuld, Kartoffel-Junkie!




5 Kartoffeln in Scheiben schneiden, 2 Zwiebeln und den Rest Bauchspeck würfeln, Pfanne anschmeißen, Öl rein, die trockengetupften Kartoffelscheiben dazu, im heissen Fett schön braun werden lassen, Speck dazu und mitbräunen. Dann den Deckel auf die Pfanne, damit alles schneller gart, und in den letzten 5 min die Zwiebeln dazugeben. Die Hitze nochmal hochdrehen, 3-4 Eier drüber, durchrühren, salzen, pfeffern und ab auf den Teller damit.


Dann in aller Ruhe Gürckchen dazulegen, vielleicht noch ein bißchen Brathering dazu, oder Sülze, oder nix..... tobt Euch aus.





Sonntag, 11. November 2012

Lauchtorte

Lauch ist ein tolles Wintergemüse. Und nachdem wir heute im Garten den Rasen vom Laub befreit und draußen noch ein wenig mit den Nachbarn geschwatzt haben, war's dann auch wieder mal kalt um den Ellbogen. Da kommt die Idee mit der Lauchtorte gerade richtig. Sie ist einfach, schnell und lecker. Toll dazu ist ein knackiger grüner Salat mit einem typisch norddeutschen süsslichen Joghurt-Dressing. Dafür einfach etwas Joghurt, Zucker und Zitronensaft verrühren und kurz vorm Essen über den Kopfsalat geben. Nicht zu früh, sonst fällt der Salat zusammen. Der Salat dazu ist lecker und von der Torte bleibt noch was für morgen übrig.



Für die Füllung 500 g Lauch putzen, waschen und in Ringe schneiden. Salzwasser aufkochen und den Lauch 5 min kochen lassen. In einem Sieb abtropfen und erkalten lassen.



100 g durchwachsenen Speck in dünne Streifen schneiden, braten und auskühlen lassen. 150 g gekochten Schinken würfeln und zum Speck geben. Dann 3 Eier in einem Becher mit 125 g saurer Sahne, Salz, Pfeffer und Muskatnuß verschlagen.




Für den Teig 125 g Mehl mit 1/2 TL Backpulver mischen und in die Mitte eine Mulde drücken. Salz, Senfpulver, 1 TL Kräuter der Provence und 100 g geriebenen Greyerzer hineingeben. 1 Zwiebel reiben und mit einem Ei und 2 EL Milch in die Mulde geben. 35 g Butter oder Margarine in Flöckchen auf dem Mehlrand verteilen und von aussen nach innen schnell zu einem glatten Teig verkneten.







Aufgepasst: wer eine Ruby hat, schmeisst alle Zutaten hinein und läßt in Windeseile mit der Brotknetfunktion einen Teig erstellen. Dauert 45 sec., klebt ein wenig - ist mir aber egal, Ruby spült ja selbst. Das Senfpulver hat sie übrigens auch selbst gemacht: einfach ein paar Senfkörner 15 sec mit dem Turbo mißhandeln...



Dann eine Springform (26 cm) einfetten, den Teig reingeben, gleichmässig auf dem Boden verteilen und einen hohen Rand formen. Den kalten Lauch mit Speck und Schinken mischen und auf dem Teigboden verteilen. Die Eier-Sahne-Masse darüber gießen und bei 200°C auf der unteren Schiene 45 min backen, 10 min abkühlen lassen und noch warm auf den Tisch bringen.




Tipp: lasst hier die Finger von der Umluft. Die macht die Torte dröge (trocken auf norddeutsch). Dat is een gouten Eten!

Und während Ruby spült, genießen wir. Euch nen schönen Abend!


Samstag, 10. November 2012

Linseneintopf

Heute hat uns der Herbst voll im Griff. Es regnet Bindfäden, auf den Pfützen bilden sich Blasen, die dicken Wolken hängen tief und jeder stapft mehr oder weniger mißmutig durch das Einheitsgrau. Aber gerade an solchen Tagen kann man das eigene Zuhause genießen! Warme Socken, Leggins, Shirt, Fleece-Jacke, schöne Musik, ein paar Kerzen, ein Buch vor die Nase und ab und zu mal den Regentropfen zusehen, wie sie von den Blättern und Gräsern gleiten, während man am heissen Tee schlürft.

November in Ostfriesland - genauso uselig wie hier


Und für die innere Wärme gibt's einen Linseneintopf. Auch so eine Kindheitserinnerung. Aber dazu später mehr...



Ich mach vom Eintopf gleich ein bißchen mehr, dann hat man beim nächsten Gartenbuddeln gleich wieder was zum Aufwärmen!


   
250g geräucherten Bauchspeck in kleine Würfel schneiden und in einem großen Topf anbräunen. 2 Stangen Lauch (Porree) putzen, waschen und in Ringe schneiden. 2 Möhren in Scheiben und 100 g Sellerie (1/4 einer kleinen Knolle) in kleine Würfel schneiden. Alles zu dem Speck geben und ca. 5 min mitdünsten. Eine Zwiebel schälen und mit 2 Nelken spicken. 500 g Linsen (ohne Einweichen), die Zwiebel und ein Lorbeerblatt hinzugeben und mit 1,5 l heissem Wasser aufgiessen. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Insgesamt muß der Eintopf dann 45 min bei schwacher Hitze köcheln. Nach 20 min Kochzeit kommen noch 500 g in Würfel geschnittene Kartoffeln dazu und 10 min vor Ende der Garzeit dem Eintopf noch ein paar Mettenden gönnen.Unser Lieblingsschlachter hatte gerade so leckere Mett-Süsschen im Angebot, daher auch die Idee mit dem Linseneintopf. Die Wurst-Kette konnte ich einfach nicht links liegenlassen...



Linsen mochte unser Opi übrigens besonders gern mit Essig und Zucker. Und wer es mit unserem Opi halten möchte, gibt noch einen EL Zucker und 3-4 EL Essig in die Suppe. Mag aber nicht jeder, also einfach den Zucker und den Essig auf den Tisch stellen. Kann dann ja jeder selbst kreativ werden. Ich muss auch nicht immer alles machen...


PS: Liebe Grüße an meine Schwester. Ich hab Dich lieb.

Donnerstag, 8. November 2012

Wundersame Spaghetti

Es gibt Gerichte, die müssen einfach immer wieder sein. Definitiv eines davon sind die Spaghetti mit Tomatensauce. Als ich noch Kind war, zauberte meine Mutter immer eine eigene Kreation. Damals durfte man sich zum Geburtstag natürlich sein Lieblingsessen wünschen. Und ich hab mir natürlich immer Spaghetti mit Tomatensauce gewünscht - hatte aber auch immer die leise Hoffnung, meine Mutter würde auf die "geniale" Idee kommen, die berühmte "Wunder"-Fertigmischung zu kredenzen. Weit gefehlt - es gab IMMER die Eigenkreation - wie laaaaaaangweilig. Aber einmal hat sie mich dann doch überrascht - es gab beide Varianten! Was für ein Fest. Und alle eingeladenen Kinder stürzten sich auf Muttis Mix und ich hatte den Mira...Topf ganz für mich allein. Am Ende der Feier waren wir alle über und über mit Sauce beschmiert und mir war ein wenig schlecht, aber das hätte ich natürlich nie zugegeben.


Heute brauchts die Fertigmischung natürlich nicht mehr. Erstens weiss ich, wie ich dem Geschmack sehr nah komme und zweitens gehts wie immer auch ohne Verstärker.


1 Zwiebel würfeln und in 2 EL Olivenöl glasig dünsten.



1 Knoblauchzehe fein hacken und zusammen mit dem Tomatenmark leicht anrösten. Ich nehme immer gleich zwei Dosen, dann bleibt vielleicht auch was übrig zum Einfrieren.
Drei Dosenfüllungen Wasser hinzufügen und mit Salz, Pfeffer und geriebenem Oregano würzen. Die frische Variante aus dem eigenen Garten wäre natürlich die aromatischere Variante! Wer mag, kann noch ein kleines Stückchen Butter darin schmelzen lassen.





Die Spaghetti in reichlich Salzwasser bissfest kochen und mit der Sauce und frisch geriebenem Parmesan anrichten.



PS: Den Parmesan erledigt übrigens Ruby!